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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Elfwine (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ælfwine (ang. Ælf- =„Elfe“ und -wine =„Freund, Beschützer, Herr“ ) ist ein Mensch vom Volk der Engländer. Er kommt nur in Tolkiens Erzählung Ælfwine aus England vor.

Leben

Herkunft und Frühe Jahre

Ælfwine wurde als Sohn von Déor und der Elbin Éadgifu in Mindon Gwar (Sindarin: Kortirion) geboren. Déor war Sänger und sang oft für den Fürsten Óswine von Gwar. Als Ælfwine noch ein Knabe war kamen die Forodwaith nach England und belagerten Mindon Gwar. Während der Belagerung kam es zu einer Hungersnot zu deren Opfern auch Ælfwines Mutter gehörte. Ælfwines Vater wurde bei einem verzweifelten Ausfall getötet. Nach der Einnahme der Stadt gingen die Forodwaith äußerst grausam vor. Die Stadt wurde geplündert und die Überlebenden, so auch Ælfwine, versklavt. Durch seine elbische Mutter verspürte Ælfwine eine starke Sehnsucht zum Meer, die ihn ermutigte die Jahre als Sklave zu erdulden. Als er schließlich zum Mann herangewachsen war, schaffte er es aus der Sklaverei und den Gebieten der Forodwaith zu entkommen. Nach einer mühsamen Reise kam er schließlich nach Belerion.

Zeit als Seefahrer

Die Erste und Zweite Reise zu den Zauberinseln

In Belerion lebte Ælwine lange Zeit bei den Menschen die dort siedelten. Es waren nur wenige und lebten hauptsächlich vom Fischfang. Dort eignete er sich so viel Wissen über die Schifffahrt und das Meer an, wie es ein Mann nur erwerben kann. Dabei fuhr er waghalsiger auf das Meer hinaus dass nur wenige ihm folgten. Einer dieser Männer war Ælfheah der Vaterlose, der Ælfwine bei all seinen Unternehmungen begleitete.

Bei einer Reise, die Ælfwine weit aufs offene Meer hinausführte, wurde er zunächst von dichtem Nebel umgeben und geriet später in einen Sturm, der ihn wieder nach Osten, nach Hause, trieb. Da Ælfwine jedoch einige Inseln im Westen gesichtet hatte, wollte er erneut in Richtung Westen segeln, da er glaubte die Zauberinseln gesehen zu haben, von denen in den Liedern der Menschen berichtet wird. Für diese Reise suchte Ælfwine lange Zeit nach Gefährten, da sich nur wenige in unbekannte Gewässer trauten. Dennoch konnte Ælfwine eine Besatzung von sieben Mann, unter denen auch Ælfheah war, finden; allesamt galten als die besten Seefahrer Englands. Als sie schließlich die gesuchten Inseln erblickten, gerieten sie in einen heftigen Sturm und Ælfwine wurde von Bord geschwemmt.

Der Mann vom Meer

Als er wieder erwachte, fand er sich an einem Strand einer dunklen und verlassenen Insel wieder. Beim Erkunden der Insel, fand Ælfwine viele Schiffswracks. Schließlich am entferntesten Ufer im Westen fand er eine Hütte, die aus dem Rumpf eines Schiffes gezimmert war. In dieser Hütte lebte ein uralter Mann, der sich selbst der Mann vom Meer nannte.[1] Der Alte befragte Ælfwine, woher er kam und wohin er wollte und erzählte Geschichten von sonderbaren Dingen von denen Ælfwine nie zuvor gehört hatte. Am nächsten Tag suchte Ælfwine erneut den Strand ab und hoffte sein altes Schiff aus Belerion oder seine Gefährten zu finden. Tatsächlich fand er ein Wrack das zuvor nicht da gewesen war. Dieses Schiff war eines der Forodwaith, schlank und mit einem geschnitzten Drachenkopf am Bug. Der Mann vom Meer half Ælfwine das Schiff zu bergen und an Bord fanden sie die Leichen der Besatzung. Einen erkannte Ælfwine als Orm wieder, der Ælfwines Vater erschlagen und Ælfwine selbst als Sklaven gehalten hatte. Mit Hilfe des alten Mannes als Steuermann und Kapitän kam schließlich Ælfwine von dieser Insel fort.

Bei den Ythlingen

Der Alte Mann führte das Schiff zur Insel Eneandur, der Heimat der Ythlinge, einem Volk von Menschen, das für ihre seefahrerischen Künste bekannt war. Ælfwine und der alte Mann wurden freundlich aufgenommen. Zudem schien es so als ob die Ythlinge den alten Mann bereits gut kannten, denn seine Befehle wurden ohne zu hinterfragen ausgeführt. Dort fand Ælfwine auch seine sieben Gefährten wieder die er tot geglaubt hatte. Die Ythlinge bauten auf Befehl des Alten Mannes ein Schiff aus Eichen, die in einem Ulmo gewidmeten Hain standen. Als das Schiff fertig gestellt war, fuhren Ælfwine und seine Gefährten, zu denen sich nun auch der Ythling Bior gesellte, ab, um doch noch zu den Zauberinseln zu gelangen. Als sich Ælfwine umsah, sah er wie sich der alte Mann ins Meer stürzte.

Die Rückkehr von den Zauberinseln und Tod

"Nun, Ælfwine ist die verabredete Zeit gekommen! Lass uns das tun, was die Götter und die Winde lange schon von uns verlangen - lass uns absehen von unserer herzermattenden Suche nach einem Nichts, einem Trugbild in der Leere, und lass uns umkehren, wenn die Götter es wollen, und die heimischen Herde suchen."
Ælfheah zu Ælfwine[src]

Jahre der Seefahrt, in denen Ælfwine drei von seinen Gefährten auf den Zauberinselns zurücklassen musste und nie die Küsten der Elbeninsel sah waren vergangen. Als sie schließlich beschlossen umzukehren, kam eine Brise aus dem Westen auf und brachte Düfte von der Elbeninsel mit. Der Nebel, der sie umschlossen hatte brach auf und enthüllte tausende Lichter in der Ferne. Neu ermutigt legten sie die Ruder aus und ruderten auf die Küste zu. Noch bevor sie die Küste erreichen konnten wurden sie von Dunkelheit und Nebel eingehüllt und konnten nichts mehr sehen. Plötzlich beugte sich Ælfwine mit weit geöffneten Augen vor, sprang ins Wasser und ertrank.

Andere Namen

  • Ælfwine Déorson oder Ælfwine Éadgifuson Entsprechende Namensgebung mit Patro- bzw. Matronym, entsprechend der Altenglischen Praxis.
  • Eldairon von Lúthien (elbische Übersetzung seines Namens), von den Elben so genannt.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Bereits die Beschreibung es Alten Mannes, lässt vermuten dass es sich um Ulmo handelt

Hintergrundinformationen

England in Tolkiens Welt

Ælfwine und Eriol

Quellen

  • J. R. R. Tolkien, Christopher Tolkien (Herausgeber): Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2, Kapitel "Ælfwine aus England", Übersetzer: Hans J. Schütz, 11. Auflage, 2004

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