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Barad-dûr

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Barad-dûr war die Festung Saurons in Mordor und stand auf einem südlichen Vorsprung des Ered Lithui (Aschengebirge) in der Ebene von Gorgoroth.

Beschreibung

Sie war der Schrecken aller freien Völker von Mittelerde; selbst die Orks waren froh, wenn sie diesem Ort nicht zu nahe kamen. Den Namen sprach man selten und wenn, dann auch nur flüsternd aus. Saurons Festung diente ähnlichen Zwecken wie Angband im Ersten Zeitalter und umfasste Bergwerke, Waffenschmieden, Folterkammern, Zucht- und Dressuranstalten, in denen neue Rassen von Orks und anderen Bestien herangezüchtet wurden. Den Turm selbst konnten nur wenige erblicken, da er meistens von dunklen Wolken verhüllt war, doch es ist bekannt, dass die Spitze des Barad-dûr von einer drehbaren, eisernen Kuppel gekrönt war, in der sich das Fenster mit dem Lidlosen Auge befand.

Hintergrund

Sauron hatte den Turm in den Dunklen Jahren des Zweiten Zeitalters erbaut. Kräfte des Erdinneren, die in den Einen Ring eingeschlossen waren, hielten die Grundmauern des Turms zusammen. Dadurch konnte Barad-dûr nach seiner Belagerung durch das Letzte Bündnis am Ende des Zweiten Zeitalters nicht vollständig zerstört werden. Nachdem Sauron nach Mordor zurückgekehrt war, wurde die Festung auf ihren alten Grundmauern wiedererrichtet. Scharen von Orks wurden "verbraucht", um den Turm innerhalb kürzester Zeit wieder aufzubauen. Erst als der Eine Ring am Ende des Dritten Zeitalters durch den Hobbit Frodo und das Geschöpf Gollum im Feuer des Orodruin vernichtet wurde, stürzte Barad-dûr vollständig in sich zusammen.

Andere Namen

  • Großer Turm
  • Schwarzer Turm
  • Lugbúrz (in der Schwarzen Sprache)

Hinter den Kulissen

Der Maßstab war von Großer Bedeutung, weil man es glaubwürdig umsetzen wollte. Da der Turm im Film gut eine Meile hoch war, war es nicht möglich, eine Miniatur zu bauen oder in diesem Maßstab realistisch zu filmen. Deshalb bat Jackson Weta Digital, den Turm digital darzustellen.

Gray Horsfield, technischer Leiter und Modellbauer bei Weta, schuf während seines zweiwöchigen Weihnachtsurlaubs den digitalen Barad-dûr im Alleingang. Er schaffte es, dass die Mitarbeiter eine Arbeitsstation zu Hause einrichteten. Mit 2 bis 3 Fotos von einer Miniatur und wenig Anhaltspunkten machte er sich an die Arbeit, die in diesen 2 Wochen pro Tag 18 Stunden dauerte. Er schuf von dem Turm ein solches Modell, dass sich die Mitarbeiter fragten, ob er überhaupt während dieser Zeit geschlafen hat.

Zerstörter Barad-dur.jpg

Um zu verhindern, dass es beim Einsturz von Barad-dûr Parallelen zum 11.9 gab, ließ Peter Jackson dafür sorgen, dass der Einsturz dem eines Glasturms ähnelte. Der Klang zerbrechenden Glases oder Kristalls ohne eine Explosion war zwar ungewöhnlich, aber möglich: Die Techniker zerbrachen Glas und rieben es in- und aneinander.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch, Zehntes Kapitel: Der Zerfall des Bundes

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)   
Sechstes Buch,

  • Drittes Kapitel: Der Schicksalsberg
  • Viertes Kapitel: Das Feld von Cormallen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang B, Zeittafel: Die Jahre der Westlande
  • Das Zweite Zeitalter; Das Dritte Zeitalter

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