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Die Belagerung von Barad-dûr war die zweite Schlacht des Letzten Bündnisses zwischen Elben und Menschen. Sie dauerte sieben ganze Jahre, in denen Anárion, Elendil und Gil-Galad fielen. Saurons Körper wurde ebenfalls vernichtet, als Isildur ihm den Einen Ring vom Finger schnitt. Saurons Geist hingegen blieb erhalten.

Vorgeschichte

Nachdem Sauron, im Zuge der Vernichtung von Númenor, stark geschwächt worden war und sich nach Mordor zurückgezogen hatte, wuchs seine Stärke wieder und er schmiedete Eroberungspläne gegen die Elben und Menschen. Schließlich, als er sein Heer stark genug glaubte, fiel er in Gondor ein und eroberte Minas Ithil und attackierte Osgiliath. Der Vormarsch Saurons blieb somit nicht unbemekrt, und der hohe König Elendil schloss ein Letztes Bündnis mit dem König der Noldor, Gil-galad. Gemeinsam stellten sie ein Heer aus Elben und Menschen auf und marschierten gegen Mordor, wobei sie Sauron in der Schlacht auf der Dagorlad eine schwere Niederlage zufügten. Im Anschluss an diesen Kampf drang das Bündnis bis nach Mordor vor und griff den dunklen Turm Barad-dûr an, in dem sich Sauron mit seinen verbliebenen Truppen verschanzt hatte.[3]

Schlachtverlauf

So begann im Jahr 3434 des Zweiten Zeitalters[1][4] die Belagerung von Barad-dûr, da das Heer des Letzten Bündnisses trotz seiner vorangegangenen Siege nicht stark genug war, um die Festung zu erobern. Da Barad-dûr immer noch von einer großen Streitmacht gehalten wurde und die Festung stark befestigt war, forderte die Belagerung auf beiden Seiten Tote und zog sich in die Länge. Sauron versuchte in dieser Zeit viele Ausfälle und die Soldaten schleuderten brennende Pfeile und Steine auf das belagernde Heer.[3] Nachdem sechs Jahre des Belagerungszustandes vergangen waren, erlitt das Bündnis einen herben Verlust, als Elendils Sohn Anárion durch einen von der Festung geschleuderten Gesteinsbrocken erschlagen wurde.[4]

Schließlich, im siebten Jahr der Belagerung, war die Lage für Sauron nicht länger haltbar und er griff mit seinem verbliebenen Heer die Truppen des Letzten Bündnisses an. An den Hängen des Schicksalsberges trafen die beiden Heere schließlich aufeinander und es kam zu einer großen Schlacht, in der beide Heere große Verluste erlitten.[3] Doch schließlich begann das Bündnis der Elben und Menschen die Oberhand zu gewinnen. Darauf griff Sauron in den Kampf ein. Sein Auftauchen wendete das Blatt erneut, da die Orks
Sauron Tod

Saurons Körper wird zerstört.

nun neuen Mut fanden. Gil-galad stellte sich als erster dem dunklen Herrscher zu Kampf, doch er unterlag und wurde von Sauron getötet. Auch Elendil, der Sauron im weiteren Verlauf des Kampfes angriff, wurde getötet, woraufhin Isildur, der Sohn Elendils, das Schwert Narsil an sich nahm und Sauron den Finger abtrennte. Da Sauron durch diesen Schnitt auch seinen Meisterring verlor, wurde sein Körper vernichtet und das Heer Mordors hielt dem Angriff des Letzten Bündnisses nicht länger stand und wurde besiegt.[5][6]

Folgen

In dieser Situation, nach dem Ende der Schlacht, hatte Isildur die Möglichkeit, den Ring, den er an sich genommen hatte, im Schicksalsberg zu zerstören. Allerdings konnte er sich nicht dazu überwinden und behielt den Ring.[5] Nicht zuletzt diese Schwäche der Menschen führte dazu, dass sich die Elben in den nächsten Jahren und Jahrhunderten immer mehr von den Menschen distanzierten.[3]
Nach dem Ende der Kämpfe wurden Bard-dûr und die Festungsanlagen Saurons bis auf die Grundmauern zerstört; diese blieben jedoch bestehen. Die überlebenden Gefolgsleute Saurons flohen und zerstreuten sich. Einige der menschlichen Anhänger des dunklen Herrschers erkannten ihre Niederlage an und schlossen sich Isildur an. Die Númenórer errichteten anschließend eine Wache, von der aus man die Aktivitäten in Mordor beobachten und so ein neuerliches Erstarken Saurons verhindern wollte.[3]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge und Register, Anhang B: "Die Jahre der Westlande", Übersetzer: Wolfgang Krege, 2002
  2. Nur Saurons Körper wurde vernichtet, sein Geist blieb am Leben.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Kapitel "Von den Ringen der Macht und dem dritten Zeitalter", Übersetzer: Wolfgang Krege, 1978
  4. 4,0 4,1 Robert Foster: Das große Mittelerde-Lexikon, Übersetzer: Helmut W. Pesch, 2002, Eintrag: "Belagerung von Barad-dûr"
  5. 5,0 5,1 J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Kapitel "Elronds Rat", Übersetzer: Margaret Carroux, 1966
  6. Der Herr der Ringe: Die Gefährten, 2003, Extended Edition

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