FANDOM


Berúthiel (Sindarin: Königin / Zorn-Maid) war die ungeliebte Frau von Tarannon Falastur dem 12. König von Gondor. Er übernahm dieses Amt im Jahr 830 D.Z.

Berúthiel war, so wird berichtet, eine ruchlose und einsiedlerische Frau. Sie lebte im Haus des Königs in Osgiliath und nicht mit ihrem Mann in Gondor. Sie hasste so ziemlich alles um sich herum; die Geräusche und Gerüche des Meeres, und auch das Haus in dem sie lebte. Tarannon hatte es auf Gewölbebögen, „deren Füße tief in den weiten Wassern des Ethir Anduin standen“, unterhalb von Pelargir erbaut.

Berúthiel hasste alles Schöpferische, sie hasste die Farben, kunstvollen Schmuck und trug nur schwarze und silberne Gewänder. Sie bewohnte schmucklose, kahle Gemächer, und die Gärten des Hauses in Osgiliath waren voll von entstellten Plastiken unter Zypressen und Eiben.

Berúthiel und ihre weiße Katze

Berúthiel und ihre weiße Katze

Berúthiel hatte neun schwarze und eine weiße Katze. Ihnen galt ihre ganze Liebe und Fürsorge, gleichzeitig waren sie auch ihre Sklaven und Spione. Mit ihren Katzen unterhielt sie sich und war in der Lage, ihre Gedanken zu lesen. Sie sandte sie aus, allen dunklen Geheimnissen Gondors nachzuspüren. So hatte Berúthiel stets Kenntnis von allen Dingen, „die Menschen zumeist zu verbergen wünschen.“ Ihre weiße Katze richtete sie dererlei ab, die schwarzen Katzen zu bespitzeln und sie zu quälen.

Niemand in Gondor hätte es je gewagt, die Katzen anzufassen, weil sie sich vor ihnen fürchteten; stießen aber einen Fluch aus, wenn sie sie vorbeischleichen sahen.

Berúthiel hatte sich beim Volk so unbeliebt gemacht, dass König Tarannon sie eines Tages, allein mit ihren Katzen auf ein Schiff bringen und dieses bei Nordwind auf das Meer treiben ließ. Das Schiff wurde zuletzt gesehen, wie es unter einem Sichelmond an der Küste von Umbar vorbeiflog, mit einer Katze auf der Mastspitze und einer weiteren als Galionsfigur am Bug.

Es wird weiter berichtet, dass der Name dieser verhassten Königin aus dem Buch der Könige getilgt wurde.

Anmerkung

Christopher Tolkien berichtet von einem Brief aus dem Jahr 1956 in dem schrieb J. R. R. Tolkien: „Es ist im Herrn der Ringe kaum ein Hinweis auf Dinge, die nicht wirklich existieren, und zwar auf einer eigenen Bewustseinsebene (die einer sekundären oder vor-schöpferischen Realität)“, und er fügte in einer Fußnote hinzu: „Die Katzen der Königin Berúthiel und die Namen der anderen beiden Zauberer (fünf weniger Saruman, Gandalf, Radagast) sind alles, woran ich mich erinnere.“

In Moria sagt Aragorn über Gandalf: „Er wird eher den Weg nach Hause finden in dunkler Nacht als die Katzen der Königin Berúthiel.“ (Die Gefährten, 2, Kapitel 4.)

Die Geschichte der Königin Berúthiel existiert wirklich, wenn auch in einem sehr einfachen Entwurf, der zum Teil unleserlich ist.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch),

  • Zweites Buch, Viertes Kapitel

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Herausgeber: Christopher Tolkien, Übersetzer: Hans J. Schütz

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.