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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Beren aufgeführt.
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Wappen des Beren Erchamion

Beren
(Atanisch bzw. Sindarin: der Tapfere) war ein Mensch des Hauses Beor, das erste Haus der Edain.

Jugend

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Beren

Beren wurde im Jahr 432 des Ersten Zeitalters geboren. Mit seinem Vater Barahir lebte er in Dorthonion und als die ersten Orks nach Dorthonion kamen, kämpfte er mit den anderen Menschen gegen die Invasoren, doch schließlich blieben nur noch 12 Gefährten übrig.
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Beren findet einen Silmaril.

Barahir und sein Gefolge ließen sich in der Nähe des Sees Tan Aeluin nieder und Morgoth konnte ihr Lager zuerst nicht finden. Nach einigen Jahren des Kampfes im Untergrund kamen jedoch noch eine größere Anzahl Orks nach Dorthonion, sodass sämtliche Stellungen der Menschen einfach überrannt wurden. Allein Beren überlebte dieses Abschlachten. Von nun an war er nur noch auf Rache aus, da auch sein Vater von einem Ork erschlagen wurde. Dieser Ork wurde sein erstes Opfer und nicht nur Berens Rachegelüste wurden damit gestillt, gleichzeitig kehrte auch der gestohlene Ring Barahirs, der einst Finrod gehört hatte, zurück.

Obwohl Beren wusste, dass mehr von Melkors Truppen kommen würden, floh er nicht, was vielleicht auch daran lag, dass eine Flucht zwangsläufig an der Nan Dungortheb vorbeiführen würde, wo die schreckliche Spinne Ungoliant hauste. Seine Befürchtungen wurden wahr und die Anzahl der Diener Melkors in Dorthonion wuchs immer weiter. Ganze vier Jahre blieb Beren allein in Dorthonion und wurde zum Schrecken der Orks. Es hieß, ganze Bataillone wurden allein von ihm ausgelöscht, und so begann selbst Melkor, diesen Menschen zu fürchten und ein Kopfgeld, gleichsam dem Fingons, auf ihn auszusetzen. Überall, in ganz Beleriand, sogar in Doriath, wurden Berens Heldentaten bekannt.

Obwohl ein furchtbarer Gegner, war er niemals grausam oder gefühllos. Er aß nicht einmal Fleisch, denn er war ein Freund der Vögel und Tiere. Doch schließlich hielt eine Macht Einzug, der nicht einmal Beren gewachsen war: Saurons schwarze Magie verdarb das Land Stück für Stück und Beren war gezwungen zu fliehen. Als erster und einziger Mensch gelang es ihm, die Ered Gorgoroth mit seinen unsäglichen Schrecken zu durchqueren.

Beren und Lúthien

Reisen nach Neldoreth und Angband

Nur kurz darauf vollbrachte er etwas, das als unmöglich galt: Er durchbrach den Gürtel Melians, der errichtet wurde, um Eindringlinge aus Doriath fernzuhalten, der aber auch wie eine Mauer alle freundlich Gesinnten aussperrte. Für Beren bildete der Gürtel jedoch keine unüberwindbare Hürde, da sein Schicksal von weit größerer Macht war als der Gürtel Melians. Im Sommer des Jahres 465 E.Z.erreichte er nun Neldoreth (ein im Norden Doriaths gelegener Wald).

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Beren und Lúthien werden von Daeron ausspioniert. Dieser gibt Kunde an Thingol weiter.

Gleich bei seiner Ankunft sah er, wie die Elbin Lúthien im Mondschein auf einem der Hügel tanzte. Von diesem Moment an liebte Beren Lúthien unsterblich. Im Frühling, nach Berens Ankunft, begann auch sie, ihre Gefühle zu zeigen, wenn auch im Verborgenen, da ihr Vater Elwe, auch Thingol genannt, dies nicht guthieß. Doch konnte die Liebe, die Beren und Lúthien verband, nicht lange vor Thingol geheimgehalten werden und im Frühling 466 erhielt Thingol durch den Spielmann Daeron, der Lúthien ebenfalls begehrte, darüber Kenntnis.

Elwe bewunderte zwar Berens Taten aufrichtig, doch war er nicht bereit, sein einziges Kind einem Sterblichen ohne Hab und Gut zu geben. Lúthien galt als das schönste Wesen ihrer Zeit, und selbst andere Elbenfürsten waren ihrem Vater nicht würdig genug. Ihre Schönheit rührte das Herz aller Wesen, sogar das des Tyrannen Melkors, obwohl er jegliche Schönheit hasste. Dennoch war es nicht Zuneigung, sondern Gier, die Melkors Verlangen nach Lúthien ausmachte. Noch dazu war Lúthien eine sehr mächtige Zauberin, denn ihre Eltern waren Elwe und Melian; ein sehr mächtiger Elb und eine ebenso mächtige Maia.

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Thingol und Melian empfangen Beren und Lúthien.

Da Thingol seiner geliebten Tochter geschworen hatte, Beren kein Haar zu krümmen, musste er einen anderen Weg finden, um ihn los zu werden. Beren sollte einen der Silmaril aus Melkors Eisenkrone stehlen, und die Hand Lúthiens würde ihm gehören. Thingol erwartete nicht, dass Beren sich entschließen könnte, auf eine derart gefährliche, und vor allem aussichtslose Fahrt zu gehen. Doch Beren ging fort. Lúthien, die ihm folgen wollte, wurde von ihrem Vater zu ihrem Schutz festgehalten, wenn auch nur wenige Tage: Lúthien gelang es, gemeinsam mit ihrem treuen Gefährten, dem Hund aus Valinor namens Huan, der Spur Berens zu folgen.

Auf dem Weg nach Angband hatte Beren einen unverhofften Verbündeten gefunden. Als Finrod in Nargothrond den Ring Barahirs sah, erfüllte dieser sein Versprechen Hilfe zu leisten, wenn das Haus Beor sie benötigte, und somit schlossen er und zehn seiner Gefährten sich für den Marsch nach Norden zusammen. Doch nur bis zum Tol-in-Gaurhoth verlief die Reise ohne Gefahren. Dort wurden sie von Truppen Saurons, der Minas Tirith eingenommen hatte, überrascht, und Sauron selbst bezwang Finrod in einem Duell. Auf diese Weise wurde die kleine Schar gefangen genommen und in die Kerker geworfen, wo Finrod einen gleichermaßen unwürdigen, wie auch ehrenvollen Tod starb. Der Kerkermeister, ein überaus gefräßiger Werwolf, hatte ein Auge auf Beren geworfen, da ihn die Aussicht auf Menschenfleisch reizte. Finrod setzte sein Leben ein, um Beren zu retten, wofür dieser ihm auf ewig dankbar blieb.

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Beren und Finrod im Kerker

In dieser Stunde, in der Beren bereits glaubte, dass das Ende nahe wäre, traf unverhofft Hilfe ein. Lúthien und Huan war es gelungen, Berens Vorsprung aufzuholen, und nun bekämpften sie die Festung. Obwohl hunderte Werwölfe sie verteidigten und alle ausgezeichnete Kämpfer waren, fielen sie alle, durch die Kraft Huans bezwungen, unter ihnen auch der Stammvater der Werwölfe Draugluin. Doch ein letzter Feind blieb noch und dieser war tödlicher als alle Werwölfe zusammen, nämlich Sauron. Er nahm Wolfsgestalt an und griff nun seinerseits den Hund an. Huan wäre Sauron unterlegen, wäre nicht Lúthiens Macht gewesen. Zusammen mit Huans Kraft bezwangen beide schließlich Sauron, der sich geschlagen geben musste.

Beren und Lúthien, die überglücklich waren, sich wiederzutreffen, setzten gemeinsam mit Huan ihre Reise mit neuem Enthusiasmus fort. Bis Angband begegneten sie keinen weiteren größeren Übeln mehr. Orks, Trolle und anderes Kreaturen spielten für sie keine Rolle.

Angband

Als sie es nach Monaten der Reise geschafft hatten, die Festung Melkors zu erreichen, erwartete sie schon am Tor ein Schatten: Carcharoth, der große Wolf, von Melkor eigens gezüchtet, um Huan zu vernichten. Doch auch gegen ihn war Lúthien nicht machtlos, denn obgleich Carcharoth eine furchtbare Bestie war, benötigte auch diese Schlaf. Lúthien gelang es, mit ihrem Gesang das Schlafbedürfnis in dem Wolf wachsen zu lassen. Doch Carcharoth war nur ein Ungemach in Angband, obwohl eines der größten. Größer war nur der Meister, der dunkle Herrscher. Beren hatte sich nie Gedanken darüber gemacht: Einen Silmaril zu erbeuten bedeutete Melkor zu bezwingen. Dass dies für einen Menschen eine Unmöglichkeit war, wurde Beren erst klar, als sich die schwarze Gestalt ihnen in den Weg stellte. Die Silmaril waren also zu ihnen gekommen, doch sie hatten einen erbarmungslosen Wächter.

Hier zeigte Lúthien nun, welche Macht sie wirklich besaß. Es war die eine Sache, Sauron und Carcharoth zu bezwingen, doch dass ihre Kräfte ausreichen würden, den stärksten der Valar zu bezwingen, hätte nie jemand gedacht. Und doch tat sie es, indem sie all ihre Kräfte und Reize bündelte. Ihre Schönheit und ihr Blut gaben ihr Kraft. Und diese Kraft, durch wundervolle Worte gebündelt, ließ es Melkor ergehen wie Carcharoth: er schlief ein. Dies gab Beren die Zeit, einen der Silmaril aus der Eisenkrone zu schneiden, und nachdem sie nun ihr Ziel erreichtet hatten, war es Zeit zur Flucht, da Melkor schon bald wieder erwachen würde und er dann nicht mehr aufzuhalten wäre. So wie auch der Zauber auf Melkor nicht lange währte, so tat er es auch nicht mit Carcharoth. Als er nun angriff, blieb Lúthien keine Zeit mehr, um den Wolf erneut in Schlaf zu versetzen; möglicherweise wäre auch ein Zauber wie eine stumpfe Klinge an einer Rüstung abgeglitten. Durch einen seltsamen Zufall, vielleicht kontrollierte auch der Wille des erwachten Melkors seine Züchtung, biss Carcharoth Beren die rechte Hand ab, genau jene, die den Silmaril trug. Nun, in diesem Moment, in dem es keine Hoffnung mehr gab, geschah ein Wunder: Die Adler kamen. Möglicherweise wurden sie von einem Valar geschickt, die Liebenden zu retten, denn wie auch alle anderen Wesen waren sie von der Geschichte zutiefst berührt und fasziniert. Die Adler brachten Huan, Lúthien und Beren zurück nach Doriath.

Letzte Jahre und Wiedergeburt

Nun, sicher zurück im wohlbeschützten Doriath, fand Beren seinen endgültigen Frieden mit Thingol, der nach Berens Taten eingesehen hatte, dass er seiner Tochter würdig war. Doch Beren nahm sein Versprechen sehr ernst, Thingol einen Silmaril zu bringen, und er machte sich gemeinsam mit Huan und einer Schar Elben auf, um Carcharoth zu finden, der in jener Zeit in Doriath wütete.

The quest fulfilled.jpg

Sie stellten den Wolf und der Kampf begann. Die "Tollwut", die durch die Hitze des verschlungenen Silmarils entstand, machte Carcharoth nur noch gefährlicher. Er erschlug Beren und eine ungezählte Menge an Elben. Auch Huan fiel seinem Hass zum Opfer. Dennoch war es Huan gelungen, Carcharoth so zu verwunden, dass auch er an seinen Verletzungen starb. Der Silmaril konnte geborgen werden und in den letzten Sekunden seines Lebens erfüllte Beren seinen Eid und übergab Thingol den Silmaril, der später Teil des Nauglamírs wurde.

Auch Lúthien lebte nicht mehr lange, da ihr Herz auf immer gebrochen war. Selbst im Jenseits besaß sie noch große Macht, und ihr Gesang bewegte Mandos dazu, ihr und Beren ein weiteres gemeinsames Leben zu gewähren. In Glück und Zufriedenheit lebten sie auf dem Tol Galen, wo auch der erste Halbelb Dior das Licht der Welt erblickte. Beren verließ den Tol Galen nur ein einziges Mal um Rache an den Zwergen zu üben, die Thingol erschlagen hatten.

Da seine rechte Hand vom Wolf gefressen wurde, wurde er oft auch der Einhändige (Sindarin: Erchamion) genannt. Er selbst bezeichnete sich, nach seiner Rückkehr von Angband, als Camlost der Leerhändige.

Stammbaum

Das Haus Beor und die sterblichen Vorfahren von Elrond und Elros:

                         Beor der Alte
                               |
                   --------------------------
                  |                          |
                Baran                      Belen
                  |                          |
                  -----------                |
                  |         |              Beldir
                Boron    Baranor             |
                  |         |                |
               Boromir    Bereg           BelemirAdanel
                  |                          | 
             ------------                    |
             |          |                    |
         Andreth      Bregor               Beren
                        |                    |
                 --------------              |
                 |            |              |
              Bregolas      BarahirEmeldir
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         |              |             |                 
      Baragund       Belegund   Beren ErchamionLúthien
         |              |                       |
      MorwenHúrin   RíanHuor             DiorNimloth
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    Túrin  Lalaith  Nienor  TuorIdril   |     |      |
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                            EarendilElwing Eluréd Elurín
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         Elros Tar-Minyatur                              ElrondCelebrían
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           Vardamir Nólimon                             ---------------------
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             Tar-Amandil                                |         |         |
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                          Anführer der Dúnedain         |         |         |
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                                    AragornArwen     Elladan    Elrohir
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                               Eldarion    Mehrere Töchter
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Quellen

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