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Dieser Artikel beinhaltet ausschließlich Informationen aus kanonischen Quellen.
Für Informationen zum Spiel Mittelerde: Mordors Schatten siehe Celebrimbor (Mordors Schatten).
Celebrimbor war ein Noldorin-Elb aus dem Haus Feanor und wurde, vermutlich in Aman, als Sohn von Curufin, dem fünften Sohn von Feanor, geboren. Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt. Auch über seine Mutter wird nichts berichtet.

Celebrimbor begleitete möglicherweise seinen Großvater und seinen Vater ins Exil und blieb dort. Nachdem die Dagor Bragollach verloren war, weil Glaurung und seine Orks die Ebene von Lothlann überrannt und den Aglon-Pass eingenommen hatten, floh Celebrimbor gemeinsam mit seinem Vater und dessen Bruder Celegorm nach Nargothrond. Curufin versuchte die Macht über Nargothrond an sich zu reißen, aber Celebrimbor verweigerte ihm die Gefolgschaft und sagte sich von ihm los. Beleriand ging unter und Celebrimbor schloß sich Galadriel und Celeborn an und ging mit ihnen nach Eregion.

Celebrimbor hatte das Handwerk der Schmiedekunst erlernt und es zu wahrer Meisterschaft auf diesem Gebiet gebracht. In Eregion schloß er sich der Gwaith-i-Mírdain, der Gilde der Juwelenschmiede, an und wurde bald ihr Anführer.   

Die Kunstfertigkeit brachte Celebrimbor und den Schmieden höchste Anerkennung, war aber gleichzeitig auch ihr Verderben. Es war etwa im Jahr 1200 Z.Z., als Sauron sie aufsuchte. Er hatte sich den Namen Annatar, Herr der Geschenke, gegeben und so erkannten sie ihn nicht. Er bot ihnen seine Hilfe an, brachte ihnen Geschenke und sie nahmen beides dankbar an, denn ihre Wissbegierigkeit, besonders von Celebrimbor, war groß. Er ließ sich gerne von Sauron unterweisen, denn er trachtete danach, Feanor, seinem Großvater, an Geschicklichkeit und Ruf, den Rang streitig zu machen. Etwa im Jahr 1500 Z.Z. bat Sauron die Schmiede unter seiner Anleitung die Ringe der Macht zu schmieden und sie taten es, denn Sauron war zu dieser Zeit noch nicht als böse zu erkennen. Sorglos gaben die Elben ihr Wissen gegenüber Sauron preis.

Feanor und Celebrimbor.jpg

Drei Ringe schmiedete Celebrimbor allerdings alleine und Sauron berührte sie nicht, weil Celebrimbor sie vor ihm versteckt hielt; für die Elben waren sie bestimmt. Ihre Namen sind: Narya, Nenya und Vilya. Es wurden außerdem Neun Ringe für die Menschen, sieben Ringe für die Zwerge geschmiedet. Vollendet wurden sie im Jahr 1590 Z.Z.. Was die Noldor aber nicht wussten war, dass Sauron heimlich den Einen Ring geschaffen hatte. Celebrimbor jedoch erkannte Saurons Absicht und die Falle die er Celebrimbor und seinen Mannen gestellt hatte und hielt die drei Ringe der Elben weiterhin verborgen. Obwohl Sauron mit Eifer nach diesen Ringen suchte, blieb seine Mühe stets erfolglos.   

Durch den Einen Ring gestärkt, begann Sauron die Länder mit offenem Krieg zu überziehen. Im Jahr 1697 Z.Z. vernichtete Sauron Eregion und machte es dem Erdboden gleich. Celebrimbor wurde gefangen genommen und unter strenger Folter sollte er verraten, wo sich die drei Ringe der Elben befanden. Er blieb standhaft und so wurden er, der letzte der direkten Nachkommen Feanors, und die meisten der Gwaith-i-Mírdain getötet. Die Überlebenden fanden Zuflucht bei Elrond in Bruchtal.

Etymologie

Celebrimbor ist Sindarin und bedeutet Silberne Hand. Die Quenya-Form seines Namens war Telperinquar und bedeutete das selbe.

Sonstiges

In Nachrichten aus Mittelerde wird berichtet, dass Celebrimbor in Frau Galadriel verliebt war. Er sagt zu ihr: "[...] Doch du weißt, dass ich dich liebe (obwohl du dich Celeborn von den Bäumen zugewandt hast), und für diese Liebe will ich tun, was ich vermag, wenn durch meine Kunst dein Kummer vielleicht vermindert werden kann." Galadriel war in Sorge um Mittelerde, nachdem die Elben nach Aman gezogen waren: "[...]Sie sind übers Meer gefahren, mit fast allen schönen Dingen dazu. Aber muss denn Mittelerde auf immer welken und verderben?"

Christopher Tolkien schreibt im Bezug auf Celebrimbor, die Noldor von Eregion und Sauron: In einem Brief vom September 1954 schrieb mein Vater: "Zu Beginn des Zweiten Zeitalters war er (Sauron) noch schön anzusehen oder konnte noch eine schöne sichtbare Gestalt annehmen - und war noch nicht vollkommen böse, es sei denn, man wollte alle "Reformer", die es mit "Rekonstruktionen" und "Reorganisation" eilig haben, völlig böse zu nennen, noch bevor Hochmut und die Begierde, ihren Willen auszuüben, sie verzehren. Was den besonderen Zweig der Hoch-Elben angeht, die Noldor oder Gelehrten, waren diese immer anfällig für "Wissenschaft" und "Technologie" wie wir es nennen würden. Es verlangte sie nach jenen Kenntnissen, über die Sauron von Natur aus verfügte und jene in Eregion schlugen die Warnungen Gil-galads und Elronds in den Wind. Der besondere "Wissensdurst" der Elben in Eregion - eine "Allegorie", wenn man will, für die Liebe zu Maschinen und technischen Erfindungen - wird auch durch ihre besondere Freundschaft mit den Zwergen von Moria versinnbildlicht."

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre: Das Zweite Zeitalter

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Zwei, Das Zweite Zeitalter,
  • IV.: Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter

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