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Cirith Thoronath (Sindarin: Adlerspalte) war ein enger und gefährlicher Pass auf der Nordseite der Echoriath, nördlich von Gondolin.

Geschichte

Nachdem Gondolin, durch den Verrat von Maeglin, gefallen war, führten Tuor und Idril die Überlebenden, die sich noch zu versammeln vermochten, durch einen geheimen Weg im Norden der Stadt, den Idril vorbereitet hatte. Die Feinde aus Angband wussten nichts von diesem Tunnel und konnten sich nicht vorstellen, dass die Flüchtigen den Weg nach Norden nehmen würden, wo die Berge am höchsten waren und Angband am nächsten.

Der Rauch des Brandes und der Dampf der klaren Quellen von Gondolin, die in den Flammen der Drachen versiegten, senkten sich nun in traurigen Nebeln über das Tal von Tumladen. Die Flucht Tuors und der Überlebenden wurde so begünstigt, denn der Weg den sie noch zurückzulegen hatten war weit und führte sie vom Ausgang des Tunnels bis zum Fuß der Berge. Wider alle Hoffnung hoffend kamen sie unbeschadet dorthin. Der Aufstieg, in Schmerz und Elend, denn sie hatten Verwundete, Frauen und Kinder dabei, gelang ihnen, obwohl die Höhen kalt und schrecklich waren.

Thorondor und Glorfindel im Kampf gegen die Orks auf dem Cirith Thoronath

Thorondor und Glorfindel im Kampf gegen die Orks auf dem Cirith Thoronath

Dort nun war der entsetzliche Pass, Cirith Thoronath, der auch Adlerspalte genannt wurde. Ein schmaler Pfad, der sich im Schatten der Gipfel dahinwand, zur Rechten eine Felswand und zur Linken ein entsetzlicher Abgrund in die Leere. Auf diesem Weg gingen sie, als sie von Orks überfallen wurden, denn Morgoth hatte überall in den Umzingelnden Bergen Wachen aufgestellt, und ein Balrog war auch unter ihnen. Da war die Not der Flüchtenden furchtbar und Glorfindel, der blonde, mutige Herr des Hauses der Goldenen Blume (eines der Zwölf Häuser Gondolins) hätte sie wohl kaum retten können, wäre nicht Thorondor, der König der Adler, rechtzeitig zu Hilfe gekommen.

Besungen, in vielen Liedern, wird der Kampf des mutigen Gondolindrim gegen den grausamen Balrog; und beide stürzten sie im Abgrund zu Tode. Da aber kamen die Adler und stürzten sich auf die Orks. Thorondor holte Glorfindels Leichnam aus dem Abgrund hervor und sie begruben ihn unter einem Steinhügel am Rand des Passes. Grünes Gras wuchs dort und gelbe Blumen blühten auf dem Grab inmitten der Steinwüste, bis die Welt geändert wurde.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Quenta Silmarillion,
  • Kapitel XXIII: Von Tuor und dem Fall von Gondolin  

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz Seite 23

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