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Dagor Dagorath (Sindarin für Schlacht der Schlachten) ist eine von Mandos prophezeite Schlacht, in welcher der endgültige Sieg über das Böse errungen wird.

Vorgeschichte

Nach der Ankunft der Elben in Tol Eressëa vergingen viele Zeitalter. Die Menschen breiteten sich aus und wurden immer stärker und ihre Macht nahm stetig zu. Die Elben der Großen Lande wurden weniger und schwanden immer mehr. Früher waren Menschen und Elben gleich groß.

Melko, einst in die Äußere Leere verbannt, schaffte es mit der Hilfe von Tevildo das Tor der Nacht zu durchbrechen und kehrte nach Arda zurück. Melko ging nach Tol Eressëa und versuchte Unfrieden zwischen den Elben der Teleri und Noldor zu stiften. Die Elben waren verwirrt ob der Geschehnisse und suchten Rat in Valinor. Aber keine Hilfe kam. Lediglich Tulkas entsandte heimlich seinen Sohn Telimektar. Er und Ingil konnten Melko überraschen und verwundeten ihn. Melko flüchtete sich auf die große Kiefer von Tavrobel (eine riesige Kiefer, die bis zu Ilmen und zu den Sternen ragt). Von dort aus flüchtete Melko in den Himmel, wurde aber auf gleichem Weg von Telimektar und Ingil verfolgt. Beide blieben am Himmel um Melko zu bewachen.

Sehr zum Leidwesen der Götter, wurde die Kiefer von Tavrobel gefällt, sodass Melko nun am Himmel, außerhalb von Arda gefangen war.

Melko schreitet nun hoch über der Luft dahin und versucht ständig Sonne, Mond und Sternen Schaden zuzufügen. Doch bei einem Versuch gelingt es Melko die Sonne umzustoßen. Er behauptet, die Götter hätten sein Feuer gestohlen, als sie die Sonne machten. Urwendi, Lenkerin des Sonneschiffs, fiel ins Meer und das Sonnenschiff kam so nahe an die Erde heran, dass Teile der Erde versengt wurden. Seitdem ist der Sonnenglanz nicht mehr so klar und hat, wenn auch nur wenig, von seinem Zauber eingebüßt.

Die Schlacht

Letztlich wird es Melko gelingen, die Sonne als auch den Mond zu zerstören und in Valinor einzudringen. Ein Krieg wird nun unausweichlich. Manwë wird von seinem Berg hinabsteigen und die Führung selbst übernehmen und auf der Ebene von Valinor kommt es zur Schlacht der Schlachten. Die Valar werden alle Guten wie Elben, Menschen, Zwerge, Ents, treue Maiar um sich versammeln, und selbst die Adler werden herbeikommen und alle die leben und einst gelebt haben und kämpfen tapfer gegen Melko und alle, die er um sich versammelt wird: Orks, Trolle, abtrünnige Maiar wie die Balrogs. Ob Sauron, Saruman und die Nazgûl an der Schlacht teilnehmen, ist unbekannt, aber durchaus möglich.

Die Dagor Dagorath wird alle bisherigen Schlachten an Intensität und Grauen weit übertreffen. Einer Flamme ähnlich wird das Heer von Valinor dastehen, schrecklich in seiner Gestalt. Und der Himmel wird erfüllt sein von Blitzen und die Luft von Donner, einhergehend mit Erdbeben und das Land wird überschwemmt von unglaublichen Wassermassen. Und es wird ein Geschrei sein von denen, die sich zu Melko zählen wie die Nazgûl bevor sie untergehen. Der schaurige Lärm der Schlacht wird alles übertreffen, was jemals gehört wurde.

Tulkas, der stärkste der Valar, kämpft und ringt mit Melko und Eonwe wird mutig, voller Wut und Zorn, an seiner Seite stehen, doch Túrin Turambar, der Mandos Hallen verlassen durfte, um an der Schlacht teilzunehmen, wird es schließlich gelingen, nach hartem Gefecht, Melko zu erschlagen. Zuvor wird Túrin in die Höhlen der Vergessenen gehen, wo Ar-Pharazôn mit einigen Mannen auf das Ende der Welt warten musste und auch sie in die Schlacht führen. Túrin wird sein Schwert Gurthang durch Melkos schwarzes Herz bohren und der Feind ist endgültig besiegt!

Nach der Schlacht

Wenn dann die Schlacht geschlagen ist und alle bösen Kreaturen vom Angesicht Ardas verschwinden, werden die Silmaril aus der Erde, dem Wasser und vom Himmel geholt. Feanors Geist wird die Hallen von Mandos verlassen und endlich Yavanna seine wertvollsten Schöpfungen übergeben. Durch die Silmaril werden die Bäume von Valinor neu entfacht und, nachdem das Pelóri-Gebirge geebnet ist, strahlen sie ungehindert und erhellen ganz Arda. Ardas Existens wird erneuert und alle Elben, Menschen und Zwerge erwachen wieder.

In den Legenden der Zwerge wird berichtet, dass sie es sein werden, die nach der Schlacht, unter Führung von Aulë, die Wunden der Welt heilen.

Die neue Welt

Und wenn dann die Wunden von Arda geheilt sind, wird man dort kein Leid, keinen Schmerz, noch Wehklagen kennen, und eine neue Zweite Große Musik der Ainur wird erklingen und über ganz Arda erschallen und eine neue Welt singen. Elben und Menschen werden mit den Ainur diese Musik singen und wissen, dass die Zweite Musik größer ist als die Erste.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 2, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Kapitel VI: Die Geschichte von Eriol oder Ælfwine und das Ende der Geschichten

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Vier, Kapitel II.: Die Istari

J. R. R. Tolkien: Unvollendete Geschichten von Númenor und Mittelerde

J. R. R. Tolkien: The History of Middle-earth, Band IV + V