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Eryn Vorn war ein Waldgebiet an der Küste von Minhiriath.

Geschichte

Bevor die Númenórer in früheren Tagen mit der Erforschung der umgebenden Länder begannen, war Minhiriath und Enedwaith von ausgedehnten, fast zusammenhängenden Wäldern bedeckt, ausgenommen die Region des Großen Fenns. Tar-Aldarion, der Seefahrer-König, der ein Bündnis mit Gil-galad geschlossen hatte, benötigte viel Bauholz zum Aufbau seiner Flotte. Er wollte Númenor zu einer wichtigen Seemacht machen und sein Baumeinschlag hatte in Númenor zu großem Streit geführt.

Als Aldarion wieder einmal an den Küsten entlang fuhr, sah er mit Staunen die großen Wälder und wählte das Mündungsgebiet des Gwathló als Standort für einen neuen Hafen, der ganz unter der Verwaltung von Númenor stand. Gondor gab es zu dieser Zei noch nicht. Sogleich begann er mit umfangreichen Arbeiten, die nach seinem Tod fortgesetzt und ausgeweitet wurden. Im Zweiten Zeitalter sollte sich dieser Zugang nach Eriador, im Krieg gegen Sauron 1693 - 1701 Z.Z., als äußerst nützlich erweisen.

Die Eingeborenen waren ein zahlreiches und kriegerisches Volk, die als Waldbewohner in verstreuten Gemeinden ohne zentrale Führung oder Verwaltung lebten. Mit Ehrfurcht betrachteten sie die eindringenden Númenórer ohne ihnen feindselig gegenüber zu treten. Das änderte sich jedoch, als das Fällen der Bäume verheerende Formen annahm. Rücksichtslos wurde der Wald ausgebeutet. Die Eingeborenen begannen nun, die Númenórer anzugreifen und wenn sie konnten überfielen sie sie aus dem Hinterhalt. Die Númenórer ihrerseits betrachteten die Eingeborenen nun als Feinde und setzten das Fällen der Bäume unbarmherzig fort. Keinen Gedanken verschwendeten die Númenórer an vernünftiges Haushalten oder Neupflanzungen.

Entlang der beiden Ufer des Gwathló hatte der Einschlag begonnen und über den Fluß wurde das Holz zum Hafen Lond Daer befördert. Doch nun schlugen die Númenórer mächtige Schneißen und Strassen in die Wälder nödlich und südlich des Gwathló. Den Eingeborenen, die überlebt hatten, blieb nur die Flucht in die dunklen Wälder auf der Landzunge von Eryn Vorn, südlich der Mündung des Baranduin (auch Brandywein), den sie aus Angst vor den Elben nicht zu überqueren wagten.

Die Verwüstung, die die Númenórer anrichteten, war unermesslich. Die Eingeborenen begrüßten Sauron in der Hoffnung, er werde sie vor den Númenórern, den Männern vom Meer, beschützen, doch Sauron war nur am Großen Hafen und seinen Werften interresiert und mißbrauchte die Eingeborenen als Späher und Führer für seine Plünderungen. Seine Plünderer entzündeten die Randgebiete und brannten alles nieder.

Trotz all dieser schrecklichen Ereignisse blieb Eryn Vorn wie durch ein Wunder unbeschadet.

Etymologie

Eryn Vorn ist Sindarin und bedeutet Dunkler Wald

Quellen

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Zwei, Das Zweites Zeitalter,
  • IV. Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien
  • Unterkapitel D: Der Hafen von Lond Daer

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 53; Koordinate: N-29

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