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Gilrain (Sindarin: Wandernder Stern) war ein etwa 140 Meilen langer Fluss in Lebennin, Gondor. Er bildete sich aus kleineren Flüssen. Wie auch die anderen Flüsse dieser Region floss der Gilrain schnellen Laufs von den Bergen herab; doch als er den Rand des Ausläufers der Ered Nimrais (Weißes Gebirge) erreichte, die ihn vom Celos trennten, floss er in eine ausgedehnte, flache Senke. Durch diese schlängelte er sich eine Zeitlang hindurch und bildete an ihrem Südrand einen kleinen See, ehe er einen Felsenrücken durchschnitt, wieder schnell floss und sich endlich mit dem Serni vereinigte.

Die Legende sagt: Als Nimrodel aus Lothlórien floh und den Weg zum Meer suchte, verirrte sie sich im Weißen Gebirge, bis sie schließlich (es wird nicht gesagt über welchen Weg oder Pass) an den Fluss Gilrain kam, der sie an ihren eigenen Strom in Lórien erinnerte. Ihr Herz wurde leichter und sie saß an einem See, den der Gilrain gebildet hatte, sah die Sterne sich in seinem trüben Wasser widerspiegeln und lauschte auf die Wasserfälle, hinter denen der Fluss seine Reise hinab zum Meer fortsetzte. Dort fiel sie in einen tiefen Schlaf der Erschöpfung, und sie schlief so lange, dass sie erst nach Belfalas gelangte, als Amroths Schiff aufs Meer hinausgetrieben worden war, und er beim Versuch, nach Belfalas zurückzuschwimmen, sein Leben verlor.

Quellen

Robert Foster, Das große Mittelerde-Lexikon, Übersetzer Helmut W. Pesch, 2013

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Herausgeber: Christopher Tolkien, Übersetzer: Hans J. Schütz

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 89 Koordinate: S-36

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