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Glorfindel

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Glorfindel.pferd.jpg

Glorfindel auf Asfaloth

Glorfindel war ein Elb, der im Ersten und Dritten Zeitalter in Mittelerde lebte.

Biografie

Leben in Gondolin

"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kustvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
—Beschreibung Glorfindels und der Soldaten des Hauses der Goldenen Blume.[src]

Glorfindel lebte im Ersten Zeitalter in Gondolin und war Herr des Hauses der Goldenen Blume, einem der zwölf Häuser von Gondolin. Im Jahr 472 E.Z. war Glorfindel Hauptmann Gondolins in Turgons Heer. Er nahm an der Nirnaeth Arnoediad (Schlacht der ungezählten Tränen) teil und deckte beim Rückzug der Gondolindrim gemeinsam mit Ecthelion die Flanken der Streitmacht, während die Menschen von Dor-lómin unter Húrin und Huor für die Rückendeckung sorgten.

Schlacht von Gondolin

Glorfindel und Ecthelion.jpg

Glorfindel im Vordergrund und Ecthelion

Als 39 Jahre später Gondolin von Morgoth durch den Verrat von Maeglin entdeckt und angegriffen wurde, verteidigte Glorfindel mit seinem Hausheer die Stadt gegen die angreifenden Orks, Drachen und anderen dunklen Kreaturen. Immer weiter zurückgedrängt, fanden sich Glorfindel, Tuor, Egalmoth und Ecthelion vor dem Königspalast mit Überlebenden der Hausheere zusammen. Sie befestigten ihn mit Barrikaden und verteidigten ihn heldenhaft. Ecthelion fiel, als er Tuor vor Gothmog schützte und diesen mit in die Tiefe der Quelle riss. Als die Lage immer aussichtsloser wurde, brachte Tuor die Menschen, die sich im Königspalast versteckt hielten dazu zu fliehen, wärend Glorfindel mit seinen Männern ihnen den Rücken freihielt.

Thorondor und Glorfindel im Kampf gegen die Orks auf dem Cirith Thoronath.jpg

Thorondor und Glorfindel im Kampf gegen die Orks auf dem Cirith Thoronath

Tuor führte gemeinsam mit Idril die Überlebenden, nachdem er Frau und Kind geholt hatte, über den Cirith Thoronath, wärend Glorfindel mit der größten Gruppe kampffähiger Männer die Nachhut bildete. Auf dem Pass wurden die Flüchtlinge plötzlich von zwei Seiten angegriffen, sodass es schien, als seien sie in eine Falle gegangen. Als schließlich ein Balrog die Nachhut angriff, stürmte Glorfindel auf diesen los und folgte ihm den Felsen hinauf. Dort verwickelte er den Balrog in einen Kampf auf Leben und Tod und trennte dem Balrog den Unterarm vom Ellenbogen ab. Als sich der Balrog, wild vor Schmerz, auf Glorfindel stürzte und ihn umklammerte, stieß ihm Glorfindel mit einem Dolch in den Bauch, woraufhin der Balrog vom Felsen stürzte. Im Sturz jedoch packte er Glorfindel und riss ihn mit in die Tiefe. Thorondor, der mit seinem Gefolge den Flüchtenden zu Hilfe geeilt war, holte Glorfindels Leichnam aus dem Abgrund hervor und sie begruben ihn unter einem Steinhügel am Rand des Passes. Grünes Gras wuchs dort und gelbe Blumen blühten auf dem Grab inmitten der Steinwüste, bis die Welt geändert wurde.

Rückkehr nach Mittelerde und Leben in Bruchtal

Nach seinem Tod in Beleriand kam Glorfindel in die Hallen des Mandos. Durch den Willen der Valar wurde Glorfindel schließlich in Aman wiedergeboren. Als Sauron Eregion angriff wurde Glorfindel nach Mittelerde zurückgeschickt um Gil-galad und Elrond zu unterstützen.[1] So war Glorfindel vermutlich an den Schlachten des Letzten Bundes beteiligt. Nach Saurons Niederlage und dem Tod Gil-galads lebte Glorfindel in Bruchtal, und hatte dort die wichtige Position als Berater inne.

Krieg gegen Angmar

"Verfolge ihn nicht! In weiter Ferne liegt noch sein Ende und von keines Mannes Hand wird er fallen"
—Glorfindel zu König Earnur nach der Schlacht gegen Angmar über den Hexenkönig[src]
Als das nördliche Königreich Arnor durch den Hexenkönig bedroht wurde, führte Glorfindel die Streitmacht der Elben an, die Gondor und die verbleibenden Truppen Arnors, in der Nähe von Fornost, gegen die Armee Angmars unterstützte. Angmar wu
Glorfindel Angriff.jpg

Glorfindel führt seine Soldaten in den Kampf gegen Angmar.

rde besiegt und der Hexenkönig von Angmar in die Flucht geschlagen. Von Glorfindel stammt die Prophezeiung, dass der Hexenkönig durch keines Mannes Hand fallen wird.

Ringkrieg

Im Jahr 3018 D.Z. wurde Glorfindel von Elrond ausgeschickt, um nach dem Waldläufer Aragorn und dem Ringträger zu suchen. Als er auf Aragorn traf, war dieser mit vier Hobbits auf dem Weg nach Bruchtal, doch war einer der Hobbits, der Ringträger Frodo Beutlin, durch eine Morgulklinge verletzt worden. Da der Hobbit zu sterben drohte und die Nazgûl weiter Jagd auf sie machten, setzte Glorfindel den Hobbit auf sein Pferd Asfaloth und schickte es vorraus, um so schnell wie möglich Bruchtal zu erreichen, während Glorfindel und Aragorn sich den Nazgûl in den Weg stellten und diese eine Zeit lang aufhielten. Trotz eines Angriff der Nazgul schaffte es Asfaloth mit Frodo bis zur Grenze Bruchtals, wo die Nazgûl durch den von hinten aufholenden Glorfindel in die Bruinen (Kaltwasser) getrieben und durch alte Elbische-Magie abgewehrt wurden. Später nahm Glorfindel an Elronds Rat teil.

Nach dem Ringkrieg war er bei der Vermählung von König Elessar und Arwen in Minas Tirith anwesend.

Hinter den Kulissen

Glorfindel2.jpg

Glorfindel im The Lord of the Rings Trading Card Game

Die Szene mit Glorfindel wurde im Film Die Gefährten abgeändert, sodass der Elb darin nicht mehr vorkommt. Stattdessen wird Frodo durch Arwen Undomiel gerettet, die hier jedoch selbst auf dem Pferd über die Bruinen reitet und die Nazgûl in die Falle lockt.

Anmerkungen

  1. Tolkien bietet neben der Rückkehr am Ende des Zweiten Zeitalters noch die Möglichkeit, dass Glorfindel ein Begleiter Olórins war als dieser nach Mittelerde reiste.

Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Das Buch der verschollenen Geschichten]], Teil 2, Unterkapitel III: "Der Fall von Gondolin", Übersetzer: Hans J. Schütz, 2004
  • J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil : "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XX: "Von der fünften Schlacht:Ninaeth Arnoediad", Übersetzer: Krege, 2005
  • J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil : "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XXIII: "Von Tuor und dem Fall von Gondolin", Übersetzer: Krege, 2005
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Kapitel "Flucht zur Furt",Übersetzer: Wolfgang Krege, 2002
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Kapitel "Elronds Rat",Übersetzer: Krege, 2002
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Wiederkehr des Königs, Kapitel "Der Statthalter und der König",Übersetzer: Krege, 2002
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge und Register, Anhang A: "Annalen der Könige und Herrscher", Unterkapitel I: "Die númenórischen Könige", Abschnitt 4.: "Gondor und Anárions Erben", Übersetzer: Krege, 2009
  • J. R. R. Tolkien: The History of Middle-Earth:The Peoples of Middle-earth, Teil Zwei: "Late Writings", Unterkapitel XIII: "Last Writings", Abschnitt 1: "Glorfindel", 2002, Englisch

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