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Grabunholde (Original: Barrow-wights), bei Krege: Grabwichte, waren Geistwesen, die ihr Unwesen in den Gräbern und Grüften der Hügelgräberhöhen trieben.

Beschreibung

Grabunholde waren Geister, die über die Erde schwebten. Sie waren nicht in der Lage sich bei Tageslicht außerhalb der Gräber aufzuhalten, denn beim kleinsten Sonnenstrahl schwanden sie. Die Grabunholde werden als Schatten beschrieben, mit kalten Augen, die von einem fahlen, aus der Ferne kommenden Licht erhellt wurden. Ihre Stimmen waren tief und kalt und schienen aus der Erde zu kommen und ließen jeden erschaudern, der sie hörte. Ihr knöcherner Griff war hart, stärker und kälter als Eisen. Jedes Gebein erstarrte bei ihrer Berührung.

Es war der Hexenkönig von Angmar, auch Fürst der Nazgûl genannt, der einst diese Kreaturen zu den Hügelgräberhöhen sandte, um ein Wiederstehen des vernichteten Königreiches Cardolan zu verhindern, und sie sollten die Reisenden aufhalten, die auf dem Weg von Westen nach Bruchtal waren. Die Grabunholde lebten dort eine lange Zeit ungestört, bis, im Jahr 3018 D.Z., der Hexenkönig selbst sie aufsuchte und einige Tage bei ihnen weilte. Er sandte sie in den umliegenden Wald und die Höhen aus, um dem Ringträger Frodo Beutlin aufzulauern und ihn in die Irre zu führen.

Auf dem Weg nach Bree trafen die Hobbits Frodo Beutlin, Samweis Gamdschie, Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk im Alten Wald tatsächlich auf diese Grabunholde. Nachdem die Unholde sie gefangen, in weiße Kleider gehüllt und mit allerlei Schmuck ausgestattet hatten, fanden sie sich in einer Gruft wieder, unfähig sich zu bewegen. Es war Frodo der zuerst seine Sinne wieder beisammen bekam. Er erinnerte sich an ein Gedicht, das Tom Bombadil ihn gelehrt hatte, als sie in seinem Hause waren. Frodo rezitierte es und Tom konnte, auf geheimnisvolle Weise, seinen Hilferuf aufnehmen. Er eilte zu den Hügelgräberhöhen und befreite die Hobbits im letzten Augenblick.

Für Normalsterbliche war es unmöglich, Grabunholde zu vertreiben oder gar zu vernichten, denn sie besaßen eine Art Magie und konnten so ihnen feindlich Gesinnte in eine Starre versetzen; außer Tom Bombadil. Tom schien selbst über Grabunholde Macht zu besitzen.

Herkunft

Wo die Grabunholde wirklich herkamen, wird nicht berichtet. Möglicherweise waren es untote Menschen, Elben oder Orks. Manche vermuten auch, es könnten abtrünnige Maiar sein. Belastbar ist das aber nicht.

Sonstiges

Übersetzer haben Barrow-wights sehr verschieden übersetzt: Carroux und Krege wie oben. E.-M. von Freymann übersetzt Gräbergäuche und Hans J. Schütz übersetzt Hügelgräber-Geister.

Rolle in der Geschichte Angmars

Der folgende Abschnitt beinhaltet Informationen aus Quellen, die als unkanonisch angesehen werden.

Der folgende Abschnitt begründet auf Informationen aus dem Computerspiel Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Der Aufstieg des Hexenkönigs:

In der Geschichte Angmars spielen die Grabunholde eine größere Rolle. Grabunholde werden mit Angmar verglichen: Eisig, kalt und voller Hass. Menschen, Elben, Zwerge, Hobbits und Orks, die von einer Morgulklinge verwundet wurden, werden nach einen qualvollen Tod zu Grabunholden. Morgulklingen sind vergiftete Waffen, die von den Nazgûl und dem Hexenkönig verwendet werden. Auf der Wetterspitze wurde Frodo Beutlin vom Hexenkönig durch eine Morgulklinge verwundet. Frodo wurde im Film von der Elbenprinzessen Arwen gerettet.

Der bedeutendste Grabunhold in der Geschichte Angmars ist Karsh, der auch Lautloser Tod oder des Windes Stimme genannt wurde. Vor seinem Tod hieß er Carthean und war ein Heermeister, der gegen den Hexenkönig von Angmar kämpfte. Morgormir, der Handlanger und treuer Gefolgsmann des Hexenkönigs von Angmar, verwundete Carthaen mit einer Morgulklinge und der Heermeister starb einen qualvollen Tod. Er wurde nach seinem Tod zu dem Grabunhold Karsh. Im Gegensatz zu anderen Grabunholden kämpft Karsh nicht mit seinen Händen, sondern mit zwei Kurzschwertern (womöglich zwei Morgulklingen). Er kämpfte gemeinsam mit dem Hexenkönig gegen die Menschen und war bei der Belagerung Fornosts dabei. Als Angmar von den Menschen angegriffen wurde, starb Karsh.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Erstes Buch,
  • Siebentes Kapitel: In Tom Bombadils Haus
  • Achtes Kapitel: Nebel auf den Hügelgräberhöhen

J. R. R. Tolkien: Die Abenteuer des Tom Bombadil, Übersetzer: E.-M. von Freymann

  • 1: Die Abenteuer des Tom Bombadil

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 38, 75,123; Koordinate: K-31