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Nah-Harad

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Fern-Harad mit den Ered Mithrin im Westen

Harad, Sindarin für "Süden", oder auch Haradwaith, Sindarin für "Südregion", war die Region südlich von Mordor. Im Westen grenzte Nah-Harad an Harond und Umbar, im Nordwesten an Süd-Ithilien, im Norden an Mordor, im Nordosten an Khand und im Südosten an das Ostmeer. Die nördliche Grenze Harads war der Fluss Poros und die Ephel Dúath. Im Osten wurde Harad durch ein unbenanntes Gebirge begrenzt. Es könnte eventuell das Gelbe Gebirge sein, welches in der Vergangenheit größtenteils im Ostmeer untergegangen ist.

Harad bestand größtenteils aus Ödland und Wüsten, jedoch soll im Süden Fern-Harads ein riesiger dschungelartiger Wald gewesen sein, in denen Halbtrolle, eine Kreuzung aus Menschen und Trollen lebte. In diesen Wäldern lebten außerdem die riesigen Mûmakil (Olifanten) und andere Tiere, wie z. B. Affen. Die Bewohner Nah-Harads hatten eine dunkle Hautfarbe, die Bewohner Fern-Harads waren jedoch schwarz und in den Legenden der Hobbits als Schwärzlinge bekannt. Im Film "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" stellen die "Reiter" der Mûmakil die Schwärzlinge dar.

Harad muss über einige Bodenschätze verfügt haben, da die Einwohner Harads, die Haradrim, Panzerungen und Waffen fertigten, obwohl sie keinen regen Handel mit anderen Völkern trieben. Wie weit Harad in den Süden ragte ist nicht vollständig bekannt, es wurde jedenfalls in Nah- und Fern-Harad aufgeteilt. Es gab in Fern-Harad eine Gebirgskette, die Ered Mithrin - die Grauen Berge.

Die Númenórer erkundeten schon im Z.Z. die Küsten Harads, und besonders im Süden ließen sich Númenórer nieder. Wahrscheinlich beuteten die Númenórer das Land und seine Bewohner nur aus (wie sie es auch in Minhiriath taten), indem sie die großen Urwälder teilweise rodeten und die Einwohner zwangen Tribut zu zahlen. Die Häfen die von den Númenórern errichtet wurden, stellten wahrscheinlich die ersten befestigten Städte Harads dar (wie Umbarlonde). Ein paar dieser Númenórer schwangen sich zu Fürsten und Könige über die einheimsichen Stämme auf. Herumor und Fuinur waren die einzig bekannten und wahrscheinlich auch erfolgreichsten, Schwarzen Númenórer die in Harad lebten. Möglicherweise bekamen sie von Sauron die Ringe der Macht und wurden nach ihrem Tod zu Nazgûl.

Harad war Gondor gegenüber schon immer feindlich gesinnt. Dementsprechend griffen die Haradrim immer Umbar an, wenn es von gondorischen Truppen besetzt war. Die Haradrim beteten Sauron seit seinem Erscheinen an, unterstützten ihn tatkräftig und nahmen z.B. an der Schlacht auf den Pelennor-Feldern teil. Es gab jedoch auch unter sich verfeindete Stämme in Harad, die sich gegenseitig bekämpften. Außerdem kämpfte Harad zusammen mit Khand gegen die Wagenfahrer, die aus der Gegend von Rhûn kamen. Später verbündeten sie sich, um zusammen Gondor zu bekämpfen und sorgten fast für den Untergang Gondors.

Harad war jedoch nicht immer so stark und wurde von Hyarmendacil I., im Jahr 1050 D.Z., und Hyarmendacil II., zu einem unbestimmten Zeitpunkt zwischen 1540 bis 1621 D.Z., nahezu vollständig erobert. Harad gehörte zu Gondors Machtgebiet, doch die Haradrim hegten immer noch einen tiefen Hass gegen die Gondorer. Die Kinder der Fürsten der Haradrim wurden nach Osgiliath umgesiedelt und waren Gondor Lehnspflichtig. Das schürte den Hass jedoch nur noch mehr. Wahrscheinlich wurde auch die Harad-Straße, die von Ithilien bis nach Fern-Harad reichte, unter Hyarmendacil I. angelegt.

Nachdem Sauron gegen Ende des D.Z. entgültig besiegt wurde, erweiterte König Elessar das Machtgebiet des Wiedervereinigten Königreichs bis nach Rhûn und Harad und schloss mit den Haradrim und Ostlingen Frieden. Fortan wurde Handel zwischen den Völkern getrieben.

Quelle

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch,Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (Buch)
Drittes Buch,

  • Siebtes Kapitel: Helms Klamm

Viertes Buch,

  • Drittes Kapitel: Das schwarze Tor ist versperrt
  • Viertes Kapitel: Kräuter und Kaninchenpfeffer

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)
Fünftes Buch,

  • Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern

Sechstes Buch,

  • Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang A (II.) 3. Eriador, Arnor und Isildurs Erben
  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil IV, II. Die Istari + Anmerkungen

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 53, 55, 59, 63, 176, Koordinate: X-38

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