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Der Hinterhalt beim Morannon (auch Schlacht beim Morannon) fand am 13. Cermië (6. Juli im gregorianischen Kalender) 1944 D.Z. nördlich des Morannon statt.

Vorgeschichte

Gondor wurde gleichzeitig von Osten und von Süden her bedroht. Daher beschloß König Ondoher die Armee in zwei Gruppen aufzuspalten. Die Nordarmee unterstand ihm selbst, die Südarmee, die deutlich kleiner war unterstand Earnil, der ein Nachfahre König Telumehtar Umbardacils war. Earnil schlug sein Lager in Südithilien auf, während die Nordarmee durch Nordithilien zur Dagorlad marschierte. Ondohers Plan war, seine Armee auf der Dagorlad aufzustellen und dort die Ostlinge von Norden oder Nordosten zu erwarten. Die Armee der Ostlinge marschierte jedoch die Ered Lithui entlang, um die Gondorische Streitmacht von Osten her anzugreifen.

Schlachtverlauf

Die Ostlingsarmee traf die Gondorische Armee, als deren Vorhut gerade die Ebene vor dem Morannon erreicht hatte. Ondoher wurde vollkommen überrascht, schafte es aber noch, seinen Teil der Armee, der im Zentrum stehen sollte, umzuleiten. Er benachrichtigte seinen Neffen Minohtar, der den rechten Flügel kommandierte, dass dieser die linke Flanke decken sollte, während Ondoher die rechte Flanke an das Morannon anlehnte. Das Ostlingsheer bestand zum größten Teil aus Reiterei und Kriegswagen, sodass Ondohers Trupp einem Kavallerieansturm nicht widerstehen konnte. Er und sein Sohn Artamir wurden erschlagen und sein Banner von den Ostlingen geraubt. Minohtar übernahm nun den Oberbefehl, und ordnete die Truppen, um einen weiteren Angriff zu erwarten. Er befahl Adrahil, dem 21. Fürsten von Amroth, der Hauptmann des linken Flügels war, sich mit seinen Männern so schnell er konnte zurückzuziehen um zwischen Cair Andros und den Ephel Dúath eine Verteidigungsstellung zu errichten. Minohtar wollte die Nachhut bilden, um den Rückzug des restlichen Heeres zu decken. Am Nordrand Nordithiliens erwartete Minohtar sie. Am Abend des 13. Cermië schließlich drangen die Ostlinge in loser Formation in Ithilien ein und überwältigten die Gondorer; wohl aber unter schweren Verlusten. Minohtar wurde dabei durch einen Pfeil getötet.

Nachwirkungen

Earnil konnte die angreifenden Haradrim in Südithilien vernichten, nachdem diese den Fluss Poros überquert hatten. Anschließend überfiel Earnil mit seinem Heer und den Resten des nördlichen Heeres die Ostlinge bei ihrer Siegesfeier und vertrieb sie aus Ithilien. Da auch Ondohers zweiter Sohn Faramir heimlich im Heer der Nordmenschen mitkämpfte und fiel, gab es keinen direkten Erben Ondohers mehr. Daher wurde 1945 D.Z. Earnil neuer König von Gondor und regierte 98 Jahre.

Quellen

  • J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Teil Drei: "Das dritte Zeitalter", Unterkapitel II.: "Cirion und Eorl und die Freundschaft zwischen Rohan und Gondor", Abschnitt 1.: "Die Nordmenschen und die Wagenfahrer",Übersetzer: Hans J. Schütz, 2006
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Anhänge und Register, Anhang A: "Annalen der Könige und Herrscher", Unterkapitel I: "Die Númenórischen Könige", Abschnitt 4: "Gondor und Anárions Erben", Übersetzer: Wolfgang Krege, 2009

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