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Hobbingen

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Hobbingen war ein Dorf im Westviertel des Auenlands. Es lag etwa eine Meile nordwestlich des Nachbardorfs Wasserau an beiden Ufern des Flusses Wässer.

eine schöne Zeit

Zwar hatte Hobbingen eine eigene Poststation, aber ein Gasthaus gab es nicht. Die auffälligsten Gebäude in Hobbingen waren ohne Zweifel der Gutshof auf der Westseite der Straße zum Bühl und die Alte Mühle am Nordufer der Wässer. Sie wurde von Vater und Sohn Sandigmann betrieben. Südlich der Brücke lagen ein Großteil der Häuser, doch die schönste Wohngegend der ganzen Gegend lag an der Nordseite des Flusses, der Bühl. An den Südhängen waren einige kleine Hobbit-Höhlen, zum Beispiel der Beutelhaldenweg Nr. 3 wo Ham Gamdschie mit seinem Sohn Samweis Gamdschie wohnte.

Alles in allem war Hobbingen ein schönes Dorf, mit einer großen Festwiese und dem Festbaum darauf. Gepflegt und geliebt von seinen Einwohnern. Jeder kannte jeden, wenn auch nicht jeder jeden mochte. Bekannte Familien wohnten in Hobbingen z. B. die Beutlins und die Gamdschies. Das Leben ging seinen Gang, ruhig und gemächlich, eben nach Hobbitart.

die schreckliche Zeit

Ein jähes Ende fand die Beschaulichkeit, als Lotho Sackheim-Beutlin sich daran machte, im Auenland einige Grundstücke und Häuser, darunter auch die Alte Mühle in Hobbingen zu kaufen. Er blähte sich mächtig auf, denn er war zu Geld gekommen. Der Verkauf seines Pfeifenkrautes an Saruman hatte ihn wohlhabend gemacht. Lotho scharte einige zwielichtige Gestalten, auch Strolche genannt, um sich und erpresste und gängelte die Hobbits im ganzen Auenland.

Als dann im Jahr 3019 D.Z. / 1419 A.Z. Saruman unter dem Namen Scharrer ins Auenland kam, wurde die Lage immer bedrohlicher für die Bewohner. Die Strolche, unter Sarumans Befehl, rissen alles an Häusern ab, was ihnen in die Quere kam und errichteten neue häßliche Bauten. Selbst die Alte Mühle fiel ihrer Zerstörungswut zum Opfer. Auch der Festbaum und so gut wie alle weiteren schönen Bäume wurden, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Kleinholz gemacht. Es war eine schreckliche Zeit!

Hobbits die aufbegehrten wurden verhaftet und ins Loch (Gefängnis des Auenlandes zu dieser Zeit) gesteckt. Sogar Lothos Mutter Lobelia Sackheim-Beutlin wurde verhaftet und eingekerkert. Wenn auch niemand sie in Hobbingen mochte, so rechnete man ihr ihren Mut hoch an. Eines Tages hatte Lobelia einen der Hauptleute der Strolche, der doppelt so groß war wie sie, mit dem Schirm verprügelt und ihn und seine Männer als dreckige, diebische Strolche beschimpft. 

Als Frodo Beutlin, Samweis Gamdschie, Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk, genannt Pippin, nach dem Ringkrieg und der Zerstörung des Einen Ringes nach Hobbingen zurückkehrten, erwartete sie ein Bild der Verwüstung. Aber die drei Hobbits vermochten es, die Auenlandbewohner zur Gegenwehr anzustacheln und es entbrannte ein regelrechter Krieg, der auch als Säuberung des Auenlandes in die Annalen einging, in dem die Strolche, Saruman und Lotho vertrieben, bzw. getötet wurden. 

die schöne Zeit kehrt zurück 

Nun machten sich die Hobbits daran, die Schäden zu beseitigen, die Saruman und sein Gesindel angerichtet hatten. Dass so viele Gebäude zerstört waren, das konnten die Hobbinger noch verkraften, denn die kann man wieder aufbauen, aber dass nahezu alle ihre schönen Bäume vernichtet waren, traf sie bis ins Mark. Standen doch viele von ihnen länger, als die ältesten Bewohner von Hobbingen alt waren.

So gingen sie also ans Werk und bewiesen, dass auch Hobbits so fleißig und arbeitsam wie Bienen sein können, wenn ihnen der Sinn danach steht und es nottut. Noch bevor das Julfest kam, stand keines der Gebäude mehr, die Scharrers Männer gebaut hatten und die Backsteine wurden dazu benutzt, so manche alte Höhle wieder auf Vordermann zu bringen.

Unter den ersten Instandsetzungsmaßnahmen war die Erneuerung des Beutelhaldenwegs. Als er fertig war, stritten die Hobbits über den neuen Namen, den der Weg bekommen sollte. Einige meinten Gärten der Schlacht oder Bessere Smials wäre sinnvoll und ein ganz witziger Hobbit meinte Scharrers Ende sei doch auch gut. Letztendlich wurde der ehemalige Beutelhaldenweg schlicht in Neuer Weg umbenannt. Die Instandsetzung von Hobbingen ging so schnell voran, dass es kein Jahr dauerte bis alles fertig war. Sam pflanzte den Mallornsamen auf der Festwiese, den er von Frau Galadriel bekommen hatte, genau an dem Platz wo der alte stand, und er wuchs zum gesunden, großen und schönen Baum heran. Dieser Mallorn war der einzige, der im Auenland und ganz Eriador wuchs.

Vergessen wurde das Vergangene nicht, aber das Leben ging wieder seinen gewohnten Gang; wie sagte doch der  alte Ohm immer: "Und Ende gut, alles besser!"

Wichtige Ereignisse

2889 D.Z. (1289 A.Z.) Beutelsend wird erbaut
3001 D.Z. (1401 A.Z.) Bilbos Abschiedsfest
3019 D.Z. (1419 A.Z.) Krieg und Säuberung des Auenlandes
3020 D.Z. (1420 A.Z.) der einzige Mallorn Eriadors wächst in Hobbingen

Hinter den Kulissen

Auf der Nordinsel von Neuseeland südöstlich von Auckland, im idyllischen Farmland des Waikato Distriktes wurde mit Matamata der perfekte Drehort für das Hobbingen in der Filmtrilogie von Peter Jackson gefunden. Ein leicht hügeliges Land mit grasbewachsenen Hügeln, die den Hobbithöhlen im Herr der Ringe sehr ähnlich kommen.

Der Besitzer der Alexander-Farm (eine Schaffarm außerhalb von Matamata) ist gleichzeitig Eigentümer des Drehortes. Man beließ den Schauplatz nach Drehschluss Anfang des Jahres 2000 nahezu identisch, es wurden lediglich kleine Änderungen vorgenommen, wie z.B. die Brücke über die Gandalf und die Gefährten nach Hobbingen kommen.

Es wird dreimal täglich von einem lokalen Anbieter aus Matamata eine zweistündige „Ring Scenic Tour“ nach Hobbingen veranstaltet.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Hobbit, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Kapitel I: Eine unvorhergesehene Gesellschaft
  • Kapitel II: Gebratenes Hammelfleisch
  • Kapitel XIX: Die letzte Etappe

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Erstes Buch,
  • Erstes Kapitel: Ein lang erwartetes Fest
  • Zweites Kapitel: Der Schatten der Vergangenheit
  • Drittes Kapitel: Drei Mann hoch

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

  • Sechstes Buch,
  • Achtes Kapitel: Die Befreiung des Auenlandes
  • Neuntes Kapitel: Die Grauen Anfurten

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang B, Die Aufzählung der Jahre (Zeittafel der Westlande)

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