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Huor war ein Mensch des Hauses Hador im Ersten Zeitalter. Er war der Sohn Galdors von Dor-lómin und der Bruder Húrins. Zudem war er der Gemahl Ríans und der Vater Tuors.[1]

Leben

in Brethil

Huor wuchs vor den Tagen der Dagor Bragollach (Schlacht des Jähen Feuers) in Brethil bei den Haladin auf. Da seine Mutter Hareth diesem Volk angehörte, wurde er mit seinem Bruder Húrin, von seinem Onkel Haldir aufgezogen, wie es damals bei den Menschen Brauch war. [2]

Mit nur 13 Jahren zog Huor mit seinem Bruder Húrin in die Schlacht gegen die Orks. Sein Trupp wurde jedoch von den anderen Gefährten getrennt und auf der Flucht zur Furt von Brithiach, nördlich des Waldes von Brethil, schützten nur Ulmos Kräfte die Schar vor den Angriffen der Feinde. Ulmo, der Vala des Wassers, ließ Nebel aufsteigen, der Huors Trupp vor den Augen der Feinde verbarg. Später wurden sie von Thorondor, dem König der Adler, erspäht und er sandte die anderen Adler um der Gruppe zu helfen. Diese trugen die Menschen nach Gondolin, in Turgons Reich. [3]

in Gondolin

König Turgon empfing Huor und seinen Bruder herzlich und die beiden lebten fast ein ganzes Jahr im verborgenen Reich. Die beiden Brüder wurden schnell vom König ins Herz geschlossen und somit hielt Turgon sie mehr aus Gründen der Zuneigung in Gondolin, als seines Gesetzes wegen. Dieses besagt nämlich, dass "kein Fremder, ob Mensch oder Elb, der den Weg zum versteckten Königreich gefunden und die Stadt erblickt habe, je wieder fortdürfe", solange der König nicht selbst die Erlaubnis gab.[4]

Nach einiger Zeit jedoch baten die beiden Brüder Gondolin verlassen zu dürfen und zu ihrem Volk zurückzukehren, denn in diesen Zeiten des Krieges wollten sie nicht untätig sein, während ihr Volk Hunger und Leid erdulden musste. Turgon war zunächst unschlüssig, aber nachdem Húrin sagte, dass sie den Weg nicht selbst gefunden, sondern von den Adlern getragen wurden, gestattete Turgon ihnen auf demselben Weg wie sie gekommen waren, Gondolin zu verlassen. Húrin und Huor mussten schwören niemals die Pläne Turgons zu verraten. Die Adler brachten sie daraufhin zurück nach Dor-lómin, und obwohl ihre Sippe danach fragte, wo sie gewesen waren, bewahrten sie Stillschweigen über Gondolin.[5]

in der Nirnaeth Arnoediad

Als die vierte verhängnisvolle Schlacht Nirnaeth Arnoediad (Schlacht der ungezählten Tränen) ausbrach, zogen Huor und Húrin mit ihrer Streitmacht aus Dor-lómin in den Krieg.[6]

Huor und Rían

Huor nimmt Abschied von Rían

Huor hatte erst zwei Monate vor dem Krieg Rían aus dem Haus Beor zur Frau genommen. Sie wurde schwanger und gebar ihm einen Sohn Tuor, den er nie kennenlernte.[7]

In der Schlacht verbündeten sich die Eldar, Zwerge und Menschen gegen den gemeinsamen Feind Morgoth, und der Sieg war nahe. Der Bund wurde jedoch von den Ostlingen verraten, die in Angst und Schrecken davon liefen, oder sich schließlich, von Morgoths Versprechungen betört, dem Feind anschlossen.[8]

Als nun Turgons Streitmacht von Feinden umzingelt wurde, und der Hohe König der Noldor Fingon von Gothmog, dem Fürsten der Balrogs erschlagen wurde, schwand die Hoffnung auf einen Sieg entgültig. Huor und Húrin kämpften an der Seite des Armee von Turgon und das Wiedersehen war groß, trotz der niederschmetternden Lage. Huor und Húrin rieten Turgon zu fliehen.

"Denn in dir lebt die letzte Hoffnung der Eldar, und solange Gondolin steht, wird Morgoths Herz die Furcht nicht verlernen"
—Húrin zu Turgon, König von Gondolin[src]

Daraufhin flohen Turgon und seine Soldaten und Huor und seine Truppe gaben seinem alten Freund Rückendeckung. Huor und sein Bruder Húrin scharten die restlichen Männer ihres Hauses um sich und wichen dem Heer Angbands aus, bis sie den Fenn von Serech und den Bach Rivil hinter sich gelassen hatten. Dort verharrten sie und warteten auf den Tod[9]

Am 6. Tag der Schlacht fiel Huor, als ein Giftpfeil ihn ins Auge traf.[10]

Stammbaum

Das Haus Hador (bzw. Marach) von Dor-lómin:

                      Marach
                        :
                        :
                        :
                        :
                   Hador Lórindol
    ____________________|______________________
   |               |                           |
Gundor          Galdor = Hareth             Glóredhel = Haldir
                       |(von den Haladin)             |(von den Haladin)
                   ____|____                          |
                  |         |                         |
       Morwen = Húrin     Huor = Rían               Handir
        ______|______          |                      |
       |      |      |         |                      |
    Túrin  Nienor  Urwen  Tuor = Idril          Brandir(der Lahme)
                                            |
                                          Earendil


Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Anhänge", Unterkapitel VI: "Namensregister", Übersetzer: Krege, 2001
  2. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XVIII: "Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende", Übersetzer: Krege, 2001
  3. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XVIII: "Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende", Übersetzer: Krege, 2001
  4. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XVIII: "Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende", Übersetzer: Krege, 2001
  5. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XVIII: "Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende", Übersetzer: Krege, 2001
  6. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XX: "Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad", Übersetzer: Krege, 2001
  7. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XXI: "Von Túrin Turambar", Übersetzer: Krege, 2001
  8. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XX: "Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad", Übersetzer: Krege, 2001
  9. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XX: "Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad", Übersetzer: Krege, 2001
  10. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XX: "Von der fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad", Übersetzer: Krege, 2001

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