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Ioreth

Ioreth

Ioreth (Sindarin: Alte Frau) war eine alte Frau aus Lossarnach, einem Lehen Gondors.

Sie arbeitete mit anderen Frauen in den Häusern der Heilung von Minas Tirith und war zur Zeit des Ringkrieges die älteste unter denen, die dort Dienst taten. Zu den Kranken, die nach der Schlacht auf dem Pelennor in die Häuser der Heilung gebracht wurden gehörten Merry und Éowyn, und auch Faramir. Sie waren vom Schwarzen Anhauch der Nazgûl befallen.

Es wird berichtet, dass Ioreth weinte, als sie in das schöne Gesicht des kranken Faramir blickte, denn alles Volk liebte ihn und sie sagte: "Wehe, wenn er sterben sollte. Ich wünschte, es gäbe Könige in Gondor, wie es sie einstmals gegeben haben soll. Denn es heißt in den alten Schriften: Die Hände des Königs sind Hände eines Heilers. Und so konnte der rechtmäßige König immer erkannt werden."

Möglicherweise gaben die Worte der alten Ioreth, die Gandalf Wahrsagerin Gondors nannte, den Anstoß dazu, dass Gandalf Aragorn in die Häuser der Heilung rief, um zu helfen. Ioreth erweist sich hier als große Hilfe für Aragorn, wenngleich er erst die Geschwätzigkeit der alten Frau zähmen muß um nicht weitere Zeit zu verlieren.

Zur Heilung der Kranken braucht Aragorn unbedingt Athelas auch Königskraut, oder auf Valinorisch asëa aranion genannt, um gegen den Schwarzen Anhauch überhaupt etwas ausrichten zu können. Aber diese Pflanze ist in den Häusern der Heilung nicht vorrätig, weil sie, so der Kräutermeister, ohnehin keine Wirkung zeigt. Er sagt zu Aragorn: "Aber leider, Herr, haben wir dieses Kraut nicht in den Häusern der Heilung, wo nur die  Schwerverwundeten oder Kranken gepflegt werden. Denn es besitzt keine Wirkungskraft, soweit wir wissen, abgesehen davon, dass es die verpestete Luft verbessert oder eine vorübergehende Benommenheit vertreibt. Es sei denn, natürlich, dass ihr den Versen aus alter Zeit Beachtung schenktet, die von den Frauen wie unserer guten Ioreth noch immer wiederholt werden, ohne dass sie sie verstehen:

"Wenn der Schwarze Atem weht,
Todesschatten dräuend (drohend) steht,
Löschen alle Lichter aus,
Athelas, komm du ins Haus,
Durch Königshand zu geben
Sterbenden das Leben"

Bergil, der Sohn von Beregond, ist es dann, der das Königskraut herbeibringt und so können die Kranken gerettet werden. Ioreth sagte zu einer Frau die neben ihr am Krankenlager Faramirs stand: "Das Kraut ist besser, als ich dachte. Es erinnert mich an die Rosen von Imloth Melui (blumenreiches Tal in Lossarnach), als ich ein Mädchen war."

Ioreth war mit ihrer Base auch auch bei den Krönungsfeierlichkeiten von Hochkönig Elessar. Aber auch dort konnte sie ihre Geschwätzigkeit nicht unterdrücken und klärte ihre Verwandte während der Feier in aller Einzelheit über die Vorkommnisse der letzten, schlimmen Zeit auf. Auch die kleinen Leute, die Halblinge bleiben, als mutige Kerle beschrieben, nicht unerwähnt. Erst die erschallende Trompete konnte ihren ungezügelten Redefluß stoppen.

Was aus Ioreth geworden ist und wann sie starb, ist im Dunkel der Geschichte verborgen.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

Fünftes Buch,

  • Achtes Kapitel: Die Häuser der Heilung

Sechstes Buch,

  • Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König

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