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Lindon war das westliche Reich der Elben. Es lag zwischen den Ered Luin, den Blauen Bergen, und Belegaer, jenem Meer, das Mittelerde von Aman trennte. Lindon war nur schwach bewaldet. Der Golf von Lhûn teilte Lindon in Forlindon im Norden und Harlindon im Süden. Außerdem lagen am Golf von Lhûn die Grauen Anfurten, die in Sindarin ,,Mithlond" hießen.

Lindon war im Ersten Zeitalter die Bezeichnung der Noldor, einem Stamm der Elben, für das Gebiet Ossiriand, zwischen dem Gelion, einem Fluss im Osten Beleriands, und den Ered Luin. Nach dem Krieg gegen Melkor ging Beleriand im Meer unter, jedoch blieb der südliche Teil Ossiriands bestehen und wurde fortan zu Mittelerde hinzugezählt.[1]

Hier sammelten sich die verbliebenen Noldor und Waldelben, die in Mittelerde bleiben wollten. Sie wurden vom Hochkönig der Noldor, Gil-galad, und dem Herrn der Grauen Anfurten, Círdan regiert. Auch Galadriel und ihr Mann Celeborn wohnten zunächst in Lindon, zogen dann aber mit einem Großteil ihres Volkes in den Süden von Eriador und gründeten das Reich von Eregion. Auch die Grünelben blieben einige Zeit in Lindon, gingen dann aber nach Osten in den Grünewald.

In Lindon lebten am Anfang Elben, Menschen, Hobbits und Zwerge. Die Zwerge lebten in den Ered Luin wie z. B. Gimli und Glóin.

Eregion wurde von Sauron verwüstet, nachdem dort die Ringe der Macht geschmiedet wurden. Gil-galad stellte eine große Streitmacht auf, um zu verhindern, dass Eregion untergeht. Gil-galads Streitmacht scheiterte jedoch bei diesem Versuch. Die überlebenden Elben flohen nach Lindon.

Schon bald griff Sauron auch Lindon an. Gil-galad hatte nicht mehr genug Truppen zur Verfügung, um das Reich zu verteidigen und er bat den derzeitigen König von Númenor, Tar-Minastir um Unterstützung. Tar-Minastir schickte eine große Flotte zur Unterstützung. Er landete am Lhûn und sein Admiral Ciryatur in Vinyalonde, ein númenórischer Hafen an der Mündung des Gwathló und die Truppen Númenors sowie Lindons besiegten Saurons Truppen. Nach Saurons Niederlage zog er sich in den Osten Mittelerdes zurück.

Im Jahr 3431 brach von Lindon ein großes Heer auf und vereinigte sich auf der Wetterspitze mit den Truppen Elendils. Diese Truppen rüsteten sich für ein paar Jahre in Imladris und zogen danach in die finale Schlacht des Letzten Bündnisses gegen Sauron. Gil-galad wurde in dieser Schlacht von Sauron getötet und somit wurde Círdan zum alleinigen Herrscher über Lindon.

Als Arnor, das ranghöhere Reich der Menschen, mit Angmar im Krieg stand, wurden Truppen aus Lindon entsandt, da Fornost, die Hauptstadt Arnors, und der letzte Widerstand gegen den Hexenkönig von Angmar, belagert wurde. Doch Fornost konnte trotz dieser Verstärkung nicht gehalten werden und wurde zerstört. Das Reich der Dúnedain zerfiel.

Danach wurde Angmar von Truppen Gondors, unter Führung Ëarnurs, den restlichen Dúnedain des Nordens und den Elben Lindons und Imladris' besiegt, sodass es keine Bedrohung für Lindon wurde.

Im Vierten Zeitalter wurden die Häfen Lindons nur noch offen gehalten, damit die letzten Elben Mittelerde verlassen konnten, um nach Aman zu segeln.

Sonstiges

Die Gräber Túrin Turambars, Nienors und Morwen Eledhwens befinden sich auf der Insel Tol Morwen, die zu Lindon gehört. Túrins Schwester Nienor liegt dort allerdings nicht begraben, da ihr Körper nie gefunden wurde. Ihr wird durch die Inschrift ihres Namen im Stein der Unglücklichen gedacht. [2]

Quellen

  1. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XIV: "Von Beleriand und seinen Reichen", Übersetzer: Krege, 2001
  2. J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Teil III: "Quenta Silmarillion", Unterkapitel XXI: "Von Túrin Turambar", Übersetzer: Krege, 2001

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 13; Koordinate: M-26

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