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Miriel

Míriel, die Stickerin

Míriel (auch Serinde genannt, die Stickerin) war die erste Gemahlin Finwes und Mutter von Feanor.

Serinde erhielt Míriel als Beinamen, da sie im Umgang mit Sticknadel, selbst unter den Noldor, nahezu unübertroffen war. Die Schwangerschaft mit Feanor verlangte ihr unglaublich viel Kraft ab und nachdem sie ihren Sohn geboren hatte, war sie des Lebens müde.

"Nie mehr werde ich ein Kind tragen, denn meine Kraft, die vieler Kinder Leben hätte nähren können, ist ganz in Feanor geflossen."
—Míriel zu Finwe[src]
Miriel 2

Míriel webt den "Gobelin der Zeit"

Miriel gibt ihr Leben zurück

Míriel gibt ihr Leben zurück

Finwe meinte, es könne Heilung in Aman geben, denn dort könnte doch jede Mühsal Linderung finden. Als aber Míriel immer weiter dahinsiechte, bat Finwe Manwë um Rat und der empfahl, sie in die Obhut Irmos zu geben. Als Míriel sich von Finwe verabschiedete (er glaubte nur für kurze Zeit), war er traurig, denn es erschien ihm besonders bitter, dass die Mutter fortging und nicht die ersten Kindertage des geliebten Sohnes erleben könnte. " Wahrhaftig ist es ein Unglück", sagte Míriel beim Abschied, "und ich wollte weinen, wenn ich nicht so müd wäre. Doch gib mir keine Schuld an all dem und an nichts, was später kommen mag."

So ging sie zu den Gärten Lóriens und legte sich zum Schlafen nieder; auch wenn sie nur zu schlafen schien, ihr Geist verließ doch ihren Körper nach ihrem eigenen Willen und stumm ging sie zu den Hallen von Mandos. Ihr freiwilliger Tod wurde von den Valar und Eldar als schockierend empfunden, denn nie zuvor war das vorgekommen unter den Unsterblichen. Die Valar baten sie, zurückzukehren, doch sie blieb, geradezu Starrsinnig, bei ihrem Entschluß mit dem Hinweis, ihre Seele könne nur in den Hallen des Mandos Ruhe finden. Durch die Pflege von Estes Mägden verweste ihr Leib nicht, aber sie kehrte auch nicht zurück. Finwe versank in tiefstem Leid und ging oft in die Gärten von Lórien und unter den silbernen Weiden saß er neben dem toten Körper seiner Frau und rief laut ihren Namen. Doch alles half nichts und er allein war im ganzen Segensreich aller Freude beraubt. Danach ging er nicht mehr nach Lórien.

Manwë beschloß nach zehn Jahren, die Ehe von Finwe und Míriel zu lösen. sodass Finwe wieder heiraten konnte, was er auch tat. Gleichzeitig regelte Manwë auch die Wiederverheiratung verwitweter Eldar.

Nachdem Finwe gestorben war (er wurde von Melkor erschlagen), bereute Míriel ihr freiwilliges Sterben und bat darum, die Hallen von Mandos wieder verlassen zu dürfen. Manwë erlaubte es, nachdem auch Finwe für sie gesprochen hatte und so wurde ihre Seele wieder mit ihrem Körper, er war ja unverwest, zusammengeführt. Míriel nahm den Namen Fíriel an und lebte so weiter in Aman. Ihre unsterbliche Zeit verbrachte sie von nun an mit Vaire (die Weberin genannt) und begann, die Geschichte des Hauses Finwe und aller Noldor in einen Gobelin (auch Gobelin der Zeit genannt) einzuweben.

Quellen

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