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Minas Morgul

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Minas Ithil (Sindarin für "Turm des Mondes") war eine riesige Stadt in Gondor und die Schwesterstadt von Minas Anor, dem Turm der Sonne. Sie wurde von Hochkönig Isildur erbaut, während sein Bruder Anárion in Minas Anor herrschte. Während des Zweiten Zeitalters wurde Minas Ithil von Sauron angegriffen, bis dieser schließlich in der Schlacht des letzten Bündnisses besiegt wurde. Darauf erlebte Minas Ithil eine lange Periode des Friedens, bis dort die Pest ausbrach und die Stadt stark entvölkerte.

Nach dem Untergang Angmars kehrte der Hexenkönig von Angmar nach Gondor zurück und belagerte Minas Ithil mit den anderen Nazgûl, bis er die Stadt schließlich erobern konnte. Seit diesem Zeitpunkt war die einst prächtige Stadt ein Ort des Schreckens und wurde Minas Morgul, Turm der Schwarzen Magie, genannt. Im Ringkrieg war sie ein wichtiger Stützpunkt Mordors, bis sie schließlich von Gondor zurückerobert werden konnte und zerstört wurde.

Architektur und Lage

Minas Ithil lag strategisch wichtig am Pass von Cirith Ungol, der über das Schattengebrige nach Mordor führte. Die Stadt war ähnlich aufgebaut wie ihre Schwesterstadt, allerdings besser geschützt und stärker befestigt. Die Stadt stand im Gegensatz zu Minas Anor, die die Sonne symbolisierte, für den Mond und wurde so gebaut, dass sich das Mondlicht in den Mauern aus Marmor spiegelte.

Nach der Eroberung Minas Ithils durch den Hexenkönig von Angmar wurde die einst schöne Stadt umgestaltet, sodass nun hohe, spitze Mauern die Stadt umgaben und gespenstisch grünes Licht sich darin spiegelte. Der Mondturm schien als einziges unverändert geblieben zu sein und drehte sich nun langsam um sich selbst.

Geschichte

Als Minas Ithil erbaut wurde, ließ sich dort Isildur nieder, während sein Bruder Anárion sich in Minas Anor nieder ließ. Doch beide herrschten zusammen in der Hauptstadt Osgiliath.

Im Jahre 3429 Z.Z. rührte sich Sauron wieder und sein erstes Ziel war natürlich Minas Ithil. Er eroberte und verwüstete die Stadt, was auch zur Verbrennung des Weißen Baumes führte. Isildur und die meisten Einwohner konnten jedoch entkommen. Der Angriff auf Minas Ithil führte schließlich zur Allianz des letzten Bündnisses und des folgenden Krieges, bei dem Sauron dann überwältigt wurde und Isildur den Einen Ring von seinem Finger schnitt. Nach dem Kri
300px-Minasmorgulmap.jpg

Minas Ithils Lage.

eg wurde die Stadt wieder instand gesetzt und erhielt ihr früheres Aussehen zurück, nur stand nun kein Weißer Baum mehr in Minas Ithil, denn Isildur pflanzte einen neuen in Minas Anor, der Stadt seines Bruders, der vor Barad-dûr erschlagen wurde.

Mordor stand nun leer und Minas Ithil erlebte eine lange Phase des Friedens und der Blüte. Strategisch war die Stadt allerdings fast bedeutungslos geworden, lediglich der Pass nach Mordor hinein wurde weiter überwacht, damit nichts Böses dorthin zurückkehren konnte und auch der Turm von Cirith Ungol wurde von Minas Ithil aus unterhalten. Aber nichts dergleichen geschah dort und die Gefahren für Gondor kamen aus anderen Richtungen. So wurde Ithilien mit seiner Hauptstadt ein reiches und dicht besiedeltes Land und der schönste Teil Gondors. Die Katastrophe kam rasch und unerwartet. Als im Jahr 1636 D.Z. die Pest ausbrach, waren die Einwohner Ithiliens und der benachbarten Hauptstadt Osgiliath besonders betroffen, Minas Ithil wurde fast völlig entvölkert. In den weniger dicht besiedelten Teilen Gondors und erstaunlicherweise auch in Minas Anor richtete die Pest weniger Schäden an, aber als die Seuche vorbei war, kamen nur wenige neue Einwohner von dort nach Ithilien und auch die geflohenen Überlebenden Ithiliens wollten meist nicht mehr dorthin zurück. Minas Ithil zerfiel langsam und die Pässe nach Mordor blieben unbewacht. Auch der Turm von Cirith Ungol wurde aufgegeben.

So kamen langsam wieder böse Wesen nach Mordor zurück. Nach dem Ende des Hexenreiches von Angmar floh der Hexenkönig aus dem Norden und kam nach Mordor. Dorthin rief er die anderen Nazgûl und sammelte seine Kräfte. Im Jahre 2000 D.Z. griff er schließlich Minas Ithil an und belagerte die Stadt. Zwei Jahre später war dann die Verteidigung gebrochen und die Stadt fiel ins Dunkel und der Palantír der Stadt ging in den Besitz Saurons üb
Saurons Palantir.png

Der Palantír von Minas Ithil in Saurons Besitz

er, der ihn nach Barad-dûr bringen ließ.

Im Jahr 2043 D.Z. und dann wieder sieben Jahre später wurde der letzte König von Gondor, Ëarnur, vom Hexenkönig, der mit diesem noch eine Rechnung offen hatte, beleidigt und zum Zweikampf herausgefordert. Er nahm schließlich an, ritt mit seinem Gefolge nach Minas Morgul und wurde nie wieder gesehen. Danach geschah für lange Zeit nichts mehr in und um Minas Morgul und es schien, dass Gondor von den Nazgûl nun in Frieden gelassen werden würde.

Während des Ringkrieges ging Schrecken und Angst von Minas Morgul gegen Gondor aus, bis Ithilien entvölkert war. Die Armee, die den Angriff auf Osgiliath und die Belagerung von Minas Tirith durchführte, brach von Minas Morgul auf. Es waren Schätzungsweise 80.000 Orks. Diejenigen die vom Schwarzen Tor aufbrachen, hatten ein Heer von 110.000 Mann. Im Vergleich dass ein Heer von einem Tor aus einer Stadt kam und eins, das aus einem Landes tor kommt, ist der Unterschied von Soldaten nicht wirklich groß. Der Statthalter zu dieser Zeit war Gothmog, ein großer und verkrüppelter Ork. Als der Ringkrieg beendet war, wurde Minas Morgul endlich dem Erdboden gleichgemacht, da kein Mensch mehr in der Stadt wohnen sollte, aus der das Grauen nicht mehr zu vertreiben gewesen wäre.

Sonstiges

Das Gegenstück zu Minas Ithil (Sindarin: Turm des Mondes) war Minas Anor (Sindarin: Turm der Sonne) und beide konnten per Palantír miteinander "kommunizieren".

Quellen

J. R. R. Tolkien, Das Silmarillion,

  • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter, Übersetzer: Wolfgang Krege, 2013

Der Herr der Ringe

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite: 92,143; Koordinate: Q-38

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Film)

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