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Der Untergang Númenors

Das Königreich Númenor, auch Andor oder Westernis genannt, war ein Inselreich, das zwischen Mittelerde und den Unsterblichen Landen lag. Es wurde den Menschen (auch Edain "Elbenfreunde" genannt) von den Valar als Dank für die Mithilfe beim Kampf gegen Morgoth geschenkt. Númenor wurde von den Valar zerstört, nachdem Ar-Pharazôn, sein letzter Herrscher, versucht hatte, die Unsterblichen Lande gewaltsam zu betreten.

Da die Überlieferungen aus Númenor im Laufe der Jahrhunderte verloren gingen, bleibt uns - wie es bei beinahe jeder Information über die Insel der Fall ist - auch hier nur bruchstückhaftes zur Auswertung. Dennoch lässt sich aus diesen spärlichen Informationen genug gewinnen, um wenigstens einen kleinen Überblick über die gesellschaftlichen und kulturellen Eigenheiten Númenors geben zu können.
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Karte von Númenor

Flora und Fauna Númenors

Auch wenn nur wenige Dinge überliefert wurden, soll ein kurzer Blick auf die Pflanzen- und Tierwelt Númenors nicht fehlen

Flora

Forrostar war der raueste und unwirtlichste Teil Númenors; steinig und baumlos. Einzig die Ränder der ausgedehnten Hochmoorflächen zeigten spärlichen Bewuchs.

In Orrostar herrschte ein Klima, das den Ackerbau begünstigte, da die Hochländer den kalten Nordostwind abhielten.

Hyarrostar war das Land der Bäume. Sie wuchsen dort von Natur aus schon zahlreich, aber seit der Herrschaft Tar-Aldarions machten sich die Númenórer daran, Bäume gezielt anzupflanzen, um ausreichend Holz für den Schiffbau zur Verfügung zu haben.

An Baumnamen ist uns der Laurinquë überliefert, ein Zierbaum mit langen, gelben Blütenbüscheln, der das Auge erfreute.

Hyarnustar zeigte sich in seinem westlichen Teil gebirgig, die Wellen brandeten an den westlichen und südlichen Küsten gegen hohe und raue Klippen. Nach Osten hin ließ das warme Klima den Boden fruchtbar werden. Große Weinanbaugebiete lagen dort. Das weitläufige Gebiet um das Delta des Siril bestand aus Marschland und Niederungen bedeckt von Schilf.

Andustar bot in seinem nördlichen Teil kein fruchtbares Land, aber ausgedehnte Birken- und Buchenwälder hatten die Hochlagen erobert, während Eichen und Ulmen die Täler beschatteten.

Nach Westen hin, in der großen Bucht von Eldenna wurde das Klima mild, regenreich und die Natur gedieh dort ausgezeichnet. Besonders prachtvoll boten sich die immergrünen und duftenden Bäume dar.

Viele Pflanzen, die auf Númenor gediehen, hatten ihren Ursprung in Tol Eressëa und damit in den Unsterblichen Landen.Sie wurden von den Elben in den Zeiten der guten Beziehungen nach Westernis gebracht. An Namen sind uns überliefert: Oiolaire, Lairelosse, Nessamelda, Vardarianna, Taniquelasse und Yavannamíre. Dieser Baum hatte purpurne Früchte in der Form einer Kugel. Allen Bäumen war zu eigen, dass ihre Blätter, Blüten und sogar die Rinde süß dufteten, so dass man dem Land den Namen Nísimaldar gab. Das heißt: die Duftenden Bäume.

Nur hier gediehen die Bäume so außerordentlich gut. In anderen Gegenden Númenors wuchsen sie weit weniger majestätisch.

Ein einziger Baum jedoch fand sich nur in Nísimaldar - der goldene Baum Mallorn. Er ähnelte in Ästen und Stamm der Buche, hatte aber eine silberne und glatte Rinde. Die Blätter hatten zweierlei Farbe; die Oberseite in einem matten Grün und die Unterseite silbern schimmernd. Wenn der Herbst Einzug hielt, bekamen die Blätter eine mattgoldene Farbe. Der Baum warf sein Blätterkleid über den Winter nicht ab. Erst wenn sich seine goldenen, büschelartigen Blüten öffneten, fielen die Blätter. Die malinorni trugen als Früchte Nüsse mit einer silbernen Schale. Auch die Blumen und Sträucher in Nísimaldar zeichneten sich durch ihren lieblichen Duft aus; am Ufer des Sees Nísinen waren sie schier unzählbar.

In Mittalmar überwog grasbedeckter, fruchtbarer Boden, Bäume gab es nur wenige. Auf Grund dieser Gegebenheiten wurde in Mittalmar ausgiebig Viehwirtschaft betrieben - insbesondere sei hier auf die Schafzucht im Gebiet namens Emerië hingewiesen.

Fauna

Die Überlieferung zur Tierwelt ist sehr spärlich.

Häufige Erwähnung finden die Adler, die sich sowohl in Forostar auf den Klippen der Küste und den Graten des mächtigen Berges Sorontil, der aus dem Meer emporwuchs, zum Nisten niederließen, als auch über die ganze Insel verteilt zu finden waren.

Selbst auf der Turmspitze des königlichen Palastes in Armenelos befand sich bis in die Regierungszeit Tar-Ancalimons ein Adlerhorst. Die Númenórer hielten die Adler in Ehren, da sie als geweihte Tiere Manwës galten.

Seevögel aller Arten bevölkerten die Küsten und ihr Geschrei war meilenweit zu vernehmen. Sie begrüßten die heimkehrenden Seefahrer und einige Vögel begleiteten die Schiffe auf ihren ausgedehnten Reisen - sogar bis nach Mittelerde.

Auch das Binnenland war die Heimat unzähliger Vogelarten; unter anderem der kirinki, ein sehr kleiner Vogel mit einer Stimme, die kaum zu vernehmen war.

Die Könige Númenors

Das Volk der Númenor hatte eine lange Reihe von Königen, dessen Linie mit Elros, dem Sohne Eärendils und Bruder von Elrond begann, der sich - anders als dieser - für ein Dasein als Sterblicher entschied. Ihm und allen anderen Númenórern wurde von den Valar ein langes Leben geschenkt (eine dreimal so lange Zeitspanne wie für die Menschen in Mittelerde). Im Laufe der Jahrhunderte verringerte sich dieser Zeitraum, aber selbst die Dúnedain des Dritten Zeitalters waren immer noch langlebiger als die "gewöhnlichen" Sterblichen. Der letzte und 25. König von Númenor war Ar-Pharazôn.

Über die Herrscher Númenors gibt die Rolle der Könige Auskunft. Einem Brauch folgend gaben sich die Könige bis zur Regierungszeit Ar-Adûnakhôrs offiziell einen Herrschernamen in der elbischen Hochsprache Quenya.

Númenors Untergang

Ar-Pharazôn versuchte Aman zu erobern.

Den Einflüsterungen Saurons erlegen und von seiner eigenen Macht und Größe überzeugt, rüstete Ar-Pharazôn bald eine große Flotte auf und brach schließlich im Jahr 3319 Z.Z. mit dieser gewaltigen Flotte in Richtung Aman auf, um die Unsterblichen Lande zu betreten und zu unterwerfen. Obwohl Sendboten der Valar König Ar-Pharazôn deutlich mitgeteilt hatten, dass das Segensreich Unsterblichkeit nicht verleiht und, dass jenes Land gesegnet sei, weil die Gesegneten dort leben und nicht umgekehrt. Die Valar wären nach Recht und Natur unsterblich, während die Menschen nach Recht und Natur sterblich seien. Doch betört von Sauron, tat Ar-Pharazôn dies als diplomatisches Argument ab, das nur die Macht des Königs aller Könige fernhalten sollte. 39 Tage dauerte die Reise, angeführt vom König auf seinem Schiff Alcarondas (dem größten Schiff, das je die Meere befuhr).

Als nun Manwë sah, was sich ereignete, legte er sein Amt als König der Welt vorübergehend nieder und Ilúvatar begann, die gesamte Welt zu verändern und umzubauen. Es war das einzige Mal, dass Ilúvatar in das Weltgschehen eingriff und ein Strafgericht hielt.
Ilúvatar entrückte Aman und die Insel Tol Eressëa, die Unsterblichen Lande, aus dem Kreis Eas. Von nun an konnten die Unsterblichen Lande nur von den Elben und nur auf geradem Weg erreicht werden. Die Insel Númenor versank im Meer von Belegaer, nachdem sich eine Spalte geöffnet hatte. Auch der Drahtzieher Sauron versank in den Fluten. Sein Körper wurde zwar vernichtet, sein Geist aber erstand später wieder aus den Fluten und kehrte nach Mittelerde zurück.
Ein großer Sturm zerstörte die Flotte Ar-Pharazôns und alle die bereits in Aman gelandet waren wurden unter Steinmassen begraben, denn das Land der Valar wurde von großen Erschütterungen heimgesucht. Ar-Pharazôn und seine Mannen starben jedoch nicht, sondern wurden bis zur Dagor Dagorath (auch Schlacht der Schlachten genannt) in den Höhlen der Vergessenen eingesperrt und mussten dort auf das Ende der Welt warten. Nur wenige Einwohner Númenors, darunter die Getreuen um Elendil, überlebten diese Katastrophe.

Quellen

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