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Orodreth

Orodreth

Orodreth war ein Noldorin-Elb. Sohn von Finarfin vom Volk der Noldor, der Bruder Fingolfins, Halbbruder Feanors, und Earwen von Alqualonde, vom Volk der Teleri, die die Tochter von König Olwe war. Orodreth war der letzte König von Nargothrond.

Orodreth wurde in Valinor geboren und brannte, anders als viele seiner Verwandten, nicht so sehr darauf, Valinor zu verlassen, denn es gefiel ihm dort und er trug weder Haß noch Neid gegen die Valar im Herzen. Als alle seine Brüder Valinor verließen, ging er, wider besseres Wissen, auch mit. Immer wieder hatte Orodreth zur Mäßigung und Überlegung geraten, aber ohne Erfolg. Feanor hatte in den Herzen der Verwandten die Sensucht entfacht, die großen freien Lande zu sehen und ein Reich nach eigenem Willen zu regieren. So zog Orodreth für immer aus Valinor fort, genau wie seine Brüder; doch sein Vater Finarfin zog nicht mit ihnen. Er hatte den Verrat an den Teleri gesehen und den Sippenmord von Alqualonde. Er wusste also, wozu Feanor fähig war. Finarfin trauerte um alle Noldor, die Feanor folgten. Auch um seine Söhne, die sich nicht von denen Fingolfins trennen wollten, weil sie eng befreundet waren.

Als sie an die Helcaraxe - den eisigsten und kältesten Ort Amans - kamen, setzten Feanor und seine Leute über und verbrannten die Schiffe. Nach hartem, beschwerlichem Weg über die Eisberge der Helcaraxe, kamen sie schließlich nach Mittelerde. Sie trennten sich und gründeten eigene Reiche. Doch schmiedeten sie eine Allianz, sich im Kampf gegen Morgoth immer unterstützen zu wollen.

Orodreth zog nun, zusammen mit seinem Bruder Finrod, der später Felagund genannt wurde, nach Osten, um den Sirion-Pass zu bewachen. Gemeinsam bauten sie auf der Insel Tol Sirion die Feste Minas Tirith. Lange hielt sie stand während der Herrschaft der beiden Brüder. Sie war einer der wichtigsten und gefährlichsten Orte und durch den Sirion-Pass konnte man leicht nach Beleriand gelangen. Wäre dies Morgoth zu früh gelungen, hätte es für die Noldor, Sindar, Menschen und Zwerge von Beleriand keine Rettung gegeben.

Später, nach der Dagor Bragollach (Schlacht des Jähen Feuers) und dem Untergang Fingolfins, entsandte Morgoth seinen mächtigsten Diener, Sauron (Sindarin: Gorthaur, Abscheulicher Schrecken) Herr der Werwölfe, um Minas Tirith einzunehmen. Dieser nahm es 457 E.Z. im Sturm und vertrieb Orodreth von dort. Jener  floh nun zu seinem Bruder in die verborgene Festung Nargothrond. Von dort aus verteidigten sie und ihr Heer Talath Dirnen, sowie die Gegend des Flusses Narog vor umherstreifenden und plündernden Orks. Orodreth wurde zum Regenten von Nargothrond, als Finrod mit Beren Erchamion auf die Fahrt nach den Silmaril ging. Nachdem Curufin und Celegorm seine Aurorität in Frage gestellt hatten, wurden sie aus Nargothrond verbannt, denn er hasste sie von ganzem Herzen. Orodreth wurde in den 490er-Jahren  von Túrin Turambar überredet, die Geheimhaltungspolitik Finrods und die Weigerung, Maedhros Bund beizutreten, zu ändern und so war sein Reich von Orks gesäubert.

Doch dann kam ein riesiges Heer des Morgoth, unter der Führung von Glaurung, und veranstalteten ein großes Gemetzel; auch Schlacht von Tumhalad genannt. Orodreth stellte sich, Túrin zu seiner Rechten, dem Feind entgegen und seine letzte Stunde kam, und einer der mächtigsten und edelsten Elben, die Mittelerde je gesehen hat, fiel 495 E.Z. in der vordersten Schlachtreihe. Nachdem er dutzende Orks niedergemetzelt hatte, wurde er letztendlich getötet, denn Morgoths Heer war weitaus größer als die Kundschafter es berichtet hatten und keiner bis auf Túrin unter seiner Zwergenmaske konnte dem Nahen Glaurungs standhalten. Viele Wunden schlug Orodreth dem Drachen, die dazu beitrugen, dass Glaurung besiegt werden konnte.

Etymologie

Die ursprüngliche Quenya-Form von Orodreths Namen war möglicherweise Artaresto (Edle Ausdauer), im Sindarin abgeändert von Rodreth zu Orodreth (Bergsteiger) wegen seiner Liebe zu den Bergen

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion. Herausgeber: Christopher Tolkien, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Quenta Silmarillion:
  • Kapitel V Von Eldamar und den Fürsten der Eldalië
  • Kapitel IX Von der Verbannung der Noldor
  • Kapitel XIV Von Beleriand und seinen Reichen
  • Kapitel XVIII Vom Verderben Beleriands und von Fingolfions Ende
  • Kapitel XIX Von Beren und Lúthien
  • Kapitel XX Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad
  • Kapitel XXI Von Túrin Turambar

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