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Ost-in-Edhel war eine Elbenstadt und die Hauptstadt von Eregion, einem Königreich der Noldor und Sindar in Eriador. 750 Z.Z. wurde es von den Noldor gegründet.

Ost-in-Edhil

Ost-in-Edhil

Von Ost-in-Edhil führte eine Straße zum Westtor von Khazad-dûm, denn zwischen den Elben und Zwergen hatte sich eine Freundschft entwickelt, die es sonst nirgends zwischen diesen beiden Völkern gab und diese Freundschaft hatte Vorteile für beide Seiten. In Eregion waren die Meister der Gwaith-i-Mírdain, der Gilde der Juwelenschmiede, zu Hause. Ihre Kunst und ihr Wissen übertraf alle, die je dieses Handwerk ausgeübt hatten, einzig Feanor ausgenommen. Der geschickteste unter ihnen war Celebrimbor, der Sohn von Curufin. Celebrimbor hatte sich mit seinem Vater überworfen und war ihm nicht gefolgt, als dieser und Celegorm vertrieben wurden.

Zu dieser Zeit streifte Sauron durch die Lande. Morgoth war von den Valar niedergeworfen worden und es herrschte viele Jahre lang Frieden. Die Länder waren wüst und leer außer dort, wo sich die Bewohner von Beleriand niederließen. Sauron war der Meinung, die Valar hätten Mittelerde vergessen und so machte er sich daran, die Völker für sich zu gewinnen und zu unterwerfen. Im Osten lebten und vermehrten sich die Menschen und wandten sich Bösem zu, denn Sauron hatte sein Werk begonnen. Bei den Eldar, die er hasste und den Númenórern die er fürchtete, gebärdete er sich freundlich und verbarg seine üblen Pläne die er im Herzen bewegte.

Die Menschen, so meinte er, seien kein Problem und am leichtesten gefügig zu machen, denn sie seien leicht zu verführen und einfältig. Große Mühe bereiteten ihm die Elben, denn er wußte, sie hatten die größere Macht. Am freudigsten wurde er in Eregion empfangen und sein Rat aufgenommen. Die Noldor wollten ihre Fähigkeiten immer weiter verfeinern und Sauron, der sich als Annatar ausgab, versprach, ihnen dabei zu helfen. In diesen Tagen übertrafen die Schmiede von Ost-in-Edhil alles je dagewesene und schufen, unter Saurons Leitung die Ringe der Macht. Sauron schmiedete heimlich den Einen Ring, der alle anderen beherrschte, das aber nur so lange, wie auch Der Eine Ring bestand. Als nun Celebrimbor entdeckte, wer Annatar wirklich war, weigerte er sich, die geschmiedeten Ringe an Sauron herauszugeben. Die Rache Saurons war schrecklich. Er zerstörte im Jahr 1697 Z.Z. Ost-in-Edhil vollständig und erschlug Celebrimbor. Celebrimbor gelang es jedoch noch, die Elbenringe in Sicherheit zu bringen und niemand wusste von da an genau, wo sie waren.

Etymologie

Ost-in-Edhil ist Sindarin und bedeutet Festung der Elben / Festung der Eldar

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil Zwei: Das Zweite Zeitalter,
  • IV. Die Geschichte von Galadriel und Celeborn und von Amroth, König von Lórien

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang B: Zeittafel: Die Jahre der Westlande, Das Zweite Zeitalter

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