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Die Ostlinge waren die Bewohner von Rhûn.

Zum ersten Mal werden sie in der Geschichte erwähnt, als 490 D.Z. die ersten Angriffe auf die Reiche der Menschen des Westens stattfanden.

Es ist recht wenig über die Bewohner der öden Ostlande bekannt. Es gibt kaum einheitliche Angaben über ihren Körperbau und so waren manche der Ostlinge, die Sauron dienten und zum Beispiel auf den Pelennor-Feldern für ihn kämpften, bärtig und konnten, da sie sogar Äxte schwangen, beinahe für Zwerge gehalten werden, während andere hochgewachsen und mit Speeren bewaffnet waren.

Bekannt ist auf jeden Fall, dass in ihrer weitestgehend primitiven Kultur der Kampf als höchstes Gut galt und schon die Kinder im Kampf geschult wurden. So konnten sie bei ihren Heereszügen gegen Gondor, die meist durch puren Neid auf deren Wissen und Reichtum begründet waren, eine ernsthafte Gefahr werden. Bei einem besonders schweren Angriff gelang es den Ostlingen sogar die Dagorlad zu erobern, doch niemals in diesen wilden Zeiten konnten sie Gondor vernichten. Dies änderte sich, als Sauron, nach neuem Erstarken, die Ostlinge unterwarf. So wurde vom Dunklen Herrscher eine "Waffe geschmiedet", mit der er beinahe jeden Feind zermalmen konnte.

Die Ostlinge waren bei der Schlacht auf den Pelennor-Feldern die ärgsten Feinde der Armee Gondors und hätten im Norden beinahe die Zwerge des Erebor vernichtet. Ihre Raubzüge endeten jedoch mit der Herrschaft von König Elessar zu Beginn des Vierten Zeitalters. Die Armeen unter seiner Führung vernichteten die Armeen der Ostlinge und unterwarfen deren Land.

Tolkien und der Osten

Es ist nicht verwunderlich, dass der Osten bei Tolkien eher schlecht wegkommt. Er war ein Kind seiner Zeit, und die Länder des Ostens, vor allem der Kummunismus, waren gefürchtet. Tolkien konnte dem Osten nichts Gutes abgewinnen und so ergibt es sich fast schon von selbst, dass in seinen Schriften das Böse aus dem Osten Mittelerdes kommt (Ostlinge etc.). Tolkiens Ablehnung gegenüber dem Osten führte auch dazu, dass manche Stimmen ihn als Nationalisten, ja sogar als Faschistisch angehaucht ansahen. Doch weder das eine noch das andere ist zutreffend!

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege Quenta Silmarillion,

  • Kapitel XVIII: Vom Verderben Beleriands und von Fingolfins Ende
  • Kapitel XX: Von der Fünften Schlacht: Nirnaeth Arnoediad

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Buch)

  • Zweites Buch, Zweites Kapitel: Der Rat von Elrond

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (Buch)

  • Viertes Buch, Fünftes Kapitel: Das Fenster nach Westen

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)

  • Fünftes Buch, Sechstes Kapitel: Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern
  • Zehntes Kapitel: Das Schwarze Tor öffnet sich

Sechstes Buch,

  • Viertes Kapitel: Das Feld von Cormallen
  • Fünftes Kapitel: Der Truchsess und der König

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge, passim