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Der Schicksalsberg (orig. Mount Doom), auch Rotflammender Berg genannt, war ein Vulkan im Zentrum von Mordor.

Geschichte

Seine erste Erwähnung in der Geschichte Mittelerdes fand der Berg, als Sauron dort den Meisterring schmiedete. Sauron wirkte seinen Geist und all seine Bosheit in den Einen Ring, sodass er alle anderen Ringe kontrollieren konnte. Wenn der Ring jedoch vernichtet würde, hätte dies den Verlust seiner Kraft und Macht zur Folge. Der Ring konnte nur im Schicksalsberg, dem Ort seiner Entstehung, zerstört werden.

Ein Letztes Bündnis aus Elben und Menschen zog in die Schlacht gegen Mordor und an den Hängen des Schicksalsberges schlug Isildur Sauron den Finger samt Ring ab und Sauron verschwand. Daraufhin eilten Isildur und Elrond in den Schicksalsberg, um den Ring in den Flammen zu vernichten, aus denen er geschaffen war. Isilidur jedoch stand schon unter dem Einfluss des Ringes, sodass er ihn nicht vernichten konnte. In der folgenden Zeit wurde es lange ruhig im und um den Schicksalsberg.

Erst als Sauron sich erneut erhob, begann der Vulkan 2954 D.Z. wieder Lava zu speien und die Númenórer gaben dem Berg einen neuen Namen: Amon Amarth (Sindarin: Berg des Schicksals). 

Im Jahr 3019 D.Z. kamen Frodo Beutlin und Samweis Gamdschie nach Mordor, um den Ring zu vernichten. Sie quälten sich den Schicksalsberg hinauf und als Frodo zusammenbrach, trug Sam ihn. Sie erreichten das Herz des Schicksalsbergs, doch Frodo erging es genau wie Isildur: Er war von dem Ring besessen und konnte ihn nicht vernichten. Plötzlich erschien Gollum und konnte Frodo den Ring abnehmen, indem er ihm den Finger, an dem er den Ring trug, abbiss. Bei seinem Freudentanz über die Wiedererlangung des Ringes fiel er allerdings in die Feuer des Berges, und der Eine Ring wurde vernichtet und mit ihm Sauron. Der Schicksalsberg zerbarst daraufhin in einem gewaltigen Ausbruch. Die Adler konnten Sam und Frodo retten.

Geografie

Der nur etwa 1300 Meter (4500 Fuß) hohe Vulkan stand im nordwestlichen Mordor, in der Mitte der Hochebene von Gorgoroth, westlich von Saurons Festung Barad-dûr, von wo eine Straße zur Ostflanke des Berges führte. Am Fuß des Berges an der Nordseite, ein wenig westlich, dort wo Frodo und Sam den Vulkan heraufstiegen, fielen die zerklüfteten Hänge weniger steil ab.

Sonstiges

J. R. R. Tolkien beschreibt den Schicksalsberg als dem Stromboli auf Sizilien (924 Meter hoch) ähnlich. Die Höhenangaben des Schicksalsberges unterscheiden sich: Robert Foster geht von etwa 1300 Metern aus, Karen Wynn Fonstad von 4500 Fuß, was in etwa auch 1300 Metern entspricht und beide Angaben decken sich mit den Angaben in Der Herr der Ringe wo es heißt: 'Sam merkte jetzt, dass er (Schicksalsberg) weniger hoch war als die Pässe des Ephel Dúath. Die durcheinandergewürfelten und zerklüfteten Felsschultern seines großen Sockels erhoben sich vielleicht dreitausend Fuß über die Ebene, und noch einmal um die Hälfte höher stieg über ihnen der hohe Mittelkegel auf wie eine große Darre (Einrichtung zum Trocknen von Gütern) oder ein Kamin, gekrönt mit einem gezackten Krater' (in der Übersetzung von Carroux und Krege gleich). Krege beschreibt den Berg in Handbuch der Weisen von Mittelerde als etwa 1500 Meter hoch.

lt. Fonstad maß der Schicksalsberg sieben Meilen im Durchmesser und seine Hänge wiesen das sehr typische Gefälle von 20° auf. Das ist allerdings nicht belastbar zu belegen.

Namen

  • Rotflammender Berg
  • Amon Amarth (Sindarin-Form)
  • Orodruin (Sindarin für Berg des lodernden Feuers)

Galerie

Quellen

Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Film) (Prolog)

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Buch)
Sechstes Buch,

  • Zweites Kapitel: Das Land des Schattens
  • Drittes Kapitel: Der Schicksalsberg

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe: Anhänge

  • Anhang A: Annalen der Könige und Herrscher
  • I. Die Númenórischen Könige
  • Anhang B: Zeittafel: Die Jahre der Westlande
  • Das Zweite Zeitalter
  • Das Dritte Zeitalter

Karen Wynn Fonstad: Historischer Atlas von Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Seite:39, 92, 147, 171, 173; Koordinate: Q-38