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Tar-Palantir

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Tar-Palantir (Quenya: Der Weitsichtige / Fernhin-Seher) war der 24. König von Númenor

Biographie

Er lebte 3053 - 3255 Z.Z. Mit ihm erhielt ein Mann das Zepter, der sich vom Weg seiner Vorgänger abkehrte und sich wieder den Elben und Valar zuwandte. Sein Geburtsname war Inziladûn (Ar-Inziladûn) und bedeutet in adûnaïsch Blume des Westens. Weil er die Versöhnung mit den Elben suchte, nahm er den Quenya-Namen Tar-Palantir an.

Tar-Palantir war der Sohn und Nachfolger von Ar-Gimilzôr. Seine Mutter war Inzilbêth, sein jüngerer Bruder war Gimilkhâd, den sein Vater lieber als Nachfolger auf dem Thron gesehen hätte, aber die Gesetze erlaubten das nicht.

Beschreibung

An Geist und Auge scharfsinnig wie seine Mutter, versuchte Tar-Palantir die alten Werte wieder erstarken zu lassen. Wenn es die Jahreszeit gebot, ging er wieder zu dem Heiligtum Erus dem Meneltarma, das Ar-Gimilzôr so sehr missachtet hatte. Selbst wer ihn hasste, fürchtete seine Worte als die Worte eines Sehers.

Den Weißen Baum hielt er wieder in Ehren; und prophezeite, wenn der Baum verderbe, dann werde auch das Geschlecht der Könige enden. Doch seine Reue kam zu spät, um den Zorn der Valar und Ilúvatars zu besänftigen, zumal der größere Teil seines Volkes nichts bereute.

Oftmals richtete sich sein Blick sehnsüchtig nach Westen, in der Hoffnung, dort die Schiffe der Eldar aus Tol Eressëa zu erblicken. Aber die Elben kamen nicht mehr nach Númenor, Avallóne lag in Wolken verhüllt und viele Númenórer blieben ihnen und den Unsterblichen abgeneigt, nicht bereit, dem König zu folgen, aber auch nicht mutig genug, offen gegen ihn zu rebellieren. Den Getreuen gab Tar-Palantir eine Zeit der Ruhe und des Friedens.

So wurden die Tage Tar-Palantirs von Sorge verdunkelt, und er verbrachte viel Zeit an der Westküste, wo er oft den alten Turm des Königs Tar-Minastir bestieg, auf dem Hügel Oromet bei Andúnië.

Der König heiratete spät und hatte eine Tochter, genannt Míriel. Eigentlich sollte Tar-Miriel seine Nachfolgerin werden. Ar-Pharazôn, der Sohn seines Bruders, aber zwang Miriel in die Ehe mit ihm und riss so Thron und Zepter von Númenor an sich und gab Míriel den Namen Ar-Zimraphel.

Tar-Palantirs Regentschaft währte 80 Jahre und dauerte von 3175 Z.Z. bis zu seinem Tod.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Nachrichten aus Mittelerde, Übersetzer: Hans J. Schütz

  • Teil II Das Zweite Zeitalter; Unterkapitel III: Die Linie von Elros, Könige von Númenor;

J. R. R. Tolkien, Das Silmarillion, Herausgeber: Christopher Tolkien, Übersetzer: Wolfgang Krege, 2012

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