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Thal

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Eine blühende Handelsstadt

Thal ist eine blühende Handelsstadt der Nordmenschen am Einsamen Berg .

Namensherkunft

Der Name Thal ist nordischen Ursprungs und bedeuted nichts anderes als Tal. In J. R. R. Tolkiens Original wird diese Stadt als Dale bezeichnet, ein anderes, älteres Wort für valley, also Tal auf Deutsch. Bei Scherf wird das Wort Dal benutzt.

Geographische Lage

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Die Ruine Thal inmitten von Felsen

Rein geographisch liegt Thal im äußersten Nordosten der bekannten Karte von Mittelerde und dort am östlichen Fuß des Berges Erebor , der Stadt der Zwerge. Nur die Eisenberge liegen nord-östlicher. Ansonsten nur von steiniger Landschaft und lichten Wäldern umgeben, liegt Thal durch den Einsamen Berg leicht erhöht von scharfen Felsen umgeben. Der Lange See und Esgaroth sind südlich der Stadt gelegen und nur ein paar Meilen entfernt. Thal wird durch die Flüsse Eilend und Rotwasser begrenzt. 

Klima

Der geographischen Lage entsprechend herrschen im Sommer recht milde Temperaturen und scharfe Winde. Im Winter ist die Stadt oft von Eis und Schnee bedeckt und es herrschen entsprechend sehr kühle Temperaturen.[1]

Status und Handel

Thal war die bedeutendste Handelsstadt im Nord-Osten Mittelerdes, wenn nicht sogar des gesamten Ostens. Besonders durch den Handel mit dem Erebor gelangte es zu Reichtum und Wohlstand. Früher betrieb es aktiv Handel mit der florierenden Stadt Esgaroth, welche nah gelegen war. Nach dem Angriff des Drachen und der totalen Verwüstung wurde Thal völlig unbedeutend und verschwand aus dem Gedächtnis der Menschen. Erst nach dem Wiederaufbau etablierte sie sich wieder als bedeutendes Handelszentrum.

Die Stadt Thal

Vor Smaugs Angriff

Konzept

Die Stadt an den Hängen vom Erebor ist architektonisch sehr an das 19. Jahrhundert der westlichen Hemisphäre dieser Welt angelehnt. Als Vorbild dienten den Weta Workshop Designern und den Konzeptkünstlern des Films Tibet und Nepal. So war Thal, im Gegensatz zu Esgaroth, hauptsächlich aus Stein gebaut und mit verputzten Wänden an den Häusern ausgestattet. Die auffälligen Verzierungen stammen im Grundgedanken aus der antiken Stadt Pompeii.[1]

Stil

Im Gegensatz zu den filigranen und geschwungenen Arbeiten der Elben oder der kantigen Machart der Zwerge, war der Stil in Thal einfach aber prunkvoll gehalten.[2]Töpfe, Krüge, Stühle, Tische und Gebrauchsgegenstände waren funktionell, doch oft bunt angemalt, meist in den Pastel- und Gelbfarben der Stadt. Thal hat sein sehr eigenes Design, mit kleinen, aber feinen Details, wiederkehrenden Wellenmustern und geschwungenen Formen.

Beschreibung

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Thal in seiner Blütezeit

Thal war eine blühende und reiche Handelsstadt. Als solche dominieren kräftige Farben, vor allem Gelb- und Orangetöne, aber auch Pastellfarben und glutrote Dächer. Prächtige Gärten und Gartenfrüchte prägten das Bild einer blühenden Stadt, mannshohe Marmorstatuen standen an jeder Ecke, welche Getreide, Krüge oder Waffen hielten. Überall waren verschlungene Pfade aus Pflastersteinen, Obstbäume, Verandes mit Tüchern aus allen erdenklichen Farben, überfüllte Körbe mit Trauben, Getreide oder Kleidern standen herum und Fahnen wehten an den Masten über den Dächern im Wind.[1] Bunte Banner säumten die Straßen und verzierte Brücken führten über die glasklaren Bäche und Wasserfälle, welche durch die ganze Stadt flossen. Thal war auch eine sehr hügelige Stadt, welche auf felsigem Gelände stand und somit mal tiefer und mal höher gebaut war. Das führte zu vielen Treppen und großen Gebäuden, die die anderen überragten. Das Größte befand sich am höchsten Punkt der Stadt und bildete auch gleichzeitig den Stadtmittelpunkt. Runde Dächer auf schlanken Gebäuden dominierten das Stadtbild. Durch die Nähe zum Einsamen Berg war auch zwergischer Einfluss vorhanden, welcher sich in dem grünen Marmor auf den Märktplätzten oder am Boden wiederspiegelte. Thal war eine Stadt mit mehreren Tausend Einwohnern. 

Nach Smaugs Angriff

Die Ruinen einer blühenden Stadt

Das Drachenfeuer zerstörte die Handelsstadt bis auf die Grundmauern und hinterlies qualmende Fassaden. Schwarz und Grau dominieren nun das Bild: Verkohlte Balken, rußgeschwärzte Mauerreste und verbrannte Trümmer. Asche hat sich auf die ehemals prächtigen Pflastersteine gelegt und zerbrochene Statuen liegen am Boden. Das Relief der Stadt wirkt skelettartig, aller Prunk ist verloren. Selbst Jahrzehnte nach dem Angriff finden sich noch immer die Überreste der Bewohner auf den Straßen.[3]Doch zwischen den verkohlten Trümmern sind vereinzelt kleine, nachwachsende Gestrüppe zu erkennen.

Smaugs Angriff

Smaug greift Thal an.jpg

Smaug greift die Stadt Thal an

Bevor der Drache den Berg einnahm, verwüstete er die Stadt Thal am Fuße des Berges. Der Angriff kam völlig überraschend, sodass sich die Bewohner nicht vorbereiten konnten. Girion versuchte noch, Smaug mit einem schwarzen Pfeil zu töten, doch "keine Klinge kann (einen   Drachen) durchdringen".[4]Er hinterließ lediglich ein kleines Loch im Panzer des Drachen. So wurde Thal 2770 D.Z. durch den Drachen Smaug vollkommen zerstört. 

Spätere Jahre

Vertriebene

Viele der Überlebenden flüchteten nach Esgaroth, was auch der Grund dafür ist, dass später viele Menschen aus Thal oder deren Nachfahren in Esgaroth lebten. Thal wurde der Natur preisgegeben und war nicht bewohnbar.

Die Schlacht von Thal

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Gandalf und Bard in der Schlacht von Thal

Nachdem Bard, ein Nachfahre des Königs von Thal, Girion, den Drachen Smaug getötet und die Zwerge diesen erfolgreich aus ihrer Heimat vertrieben hatten, verwüstete dieser nun aus Rache auch Esgaroth, die nahegelegene Menschenstadt. Alle Bewohner, unter ihnen auch die ehemals Vertriebenen von Thal, mussten nun fliehen und sahen nur einen Ausweg: Den Rückzug in die ehemals blühende Stadt Thal, nun nur noch ein Haufen Ruinen. Doch sie hatten keine andere Wahl. Durch ihren und Thranduils, dem König des Waldlandreiches, Anspruch auf den Schatz, entbrannte bald ein Krieg um den Erebor, genannt die Schlacht von Thal und die Schlacht der fünf Heere, da die Ruinen als Austragungsort dienten. Dabei wurde Thal noch mehr zerstört.

Der Wiederaufbau

Im Jahre 2942 D.Z. wurde die komplette Stadt, mithilfe des Anteils am Schatz, wieder aufgebaut, sodass die Vertriebenen in ihre Heimat zurückkehren konnten und Bard, als Nachfahre Girions, seinen rechtmäßigen Anspruch auf den Thron von Thal erheben konnte und die ehemalige Handelsstadt wieder zu einem Königssitz wurde. Allein der Herrscher Gondors  war im Vierten Zeitalter höher gestellt als der Herrscher von Thal. Die Stadt war also ein eigenständiges Königreich, genau wie vor dem Angriff des Drachen .

Die Menschen von Thal

Kulturelle Einflüsse

Durch die Nähe des Berges Erebor befanden sich, neben den regulären Einwohnern, auch ständig viele Zwergenhändler aus dem Einsamen Berg, Händler aus Esgaroth und anderen Teilen Mittelerdes in der Stadt. So entstand eine große kulturelle Mischung, was sich auf die Vielfalt der Menschen und deren Gewänder auswirkte.

Gewänder

Konzept

  Die Menschen von Thal sollten im Film, laut Peter Jackson, prächtig und blühend wirken, genau wie ihre Stadt. Die Gewänder sind ein Mix aus Romantik-Italien, Preußen, etwas Mittelalter und etwas Byzanz. [5]Durch die tibetianischen Einflüsse in der Architektur, musste auch etwas von diesem Einfluss im Schmuck zu finden sein. Sogar Renaissance-Elemente sind in den Stoffen zu finden.

Beschreibung

  • Eine Zwergenfrau in Thal mit einem typischen Gewand
  • Die typische Kleidung der Soldaten

Die Gewänder der Einwohner können als farbenprächtig, leuchtend und reich dekoriert beschrieben werden. Sie repräsentierten den Wohlstand und Reichtum als blühende Handelsstadt. Durch den multikulturellen Einfluss ist die Machart der Gewänder sehr vielfältig. Besonders auffällig ist das immer wiederkehrende Blumenmuster am Haarschmuck, als Kette oder an den Kleidern der Männer und Frauen. [5] Die Kleider der Frauen waren meist sehr üppig, mit viel Stoff, halblangen Puffärmeln und symmetrischen Schnitten. Auch teilende Überwürfe waren nicht selten. Es spiegelten sich die Pastelfarben der Architektur wider, obwohl diese kräftiger ausgeführt wurden und auch dunklere Farben möglich waren. Bodenlange Kleider und reich verzierte Nähte dominierten. Auch auf dem Kopf wurde der Reichtum gezeigt: Prächtiger Kopfschmuck, meist mit Blumen oder Perlen verziert, vollendeten die raffinierten Frisuren. Auch die Männer zeigten ihren Wohlstand: Lange, üppige Mäntel dominierten das Bild[5], in meist satten, dunklen Tönen. Hellere Überwürfe oder Felljacken wurden passend zur Jahreszeit angezogen. Auch hier gab es viel Stoff, meist mehrfarbig und reich verziert, mit Ranken- oder Blumenmustern. Passende Hüte durften auch hier nicht fehlen. Allgemein waren die Gewänder durch die kalten Temperaturen und die vielfältigen Einflüsse geprägt.

Berufe

Der Großteil der Bewohner waren Händler. Ob Obsthändler, Getreidehändler, Tuchhändler, Spielzeughändler oder Waffenverkäufer. Es gab jedoch auch Spielzeugmacher, Schmiede, Hutmacher oder einfache Arbeiter. In Thal wurde auch magisches Holzspielzeug, von den Zwergen in Erebor gearbeitet, verkauft.  Bilbo pflegte solches Spielzeug an seinem Geburtstag an die Hobbitkinder zu verschenken.

Das Königreich Thal

Königsstadt

Lange bevor der Drache Thal zerstörte, regierte eine Königsfamilie über die Stadt und die umliegenden Ländereien. Jahrhundertelang war Thal unabhängig gewesen. Ein kleines, aber reiches Königreich. Doch die Pracht ging mit der Zerstörung verloren und aus dem Königreich wurde eine vergessene Stadt ohne König. Doch Bard, Erbe von Girion, dem letzten König von Thal, führte das Königreich zu alter Pracht und übernahm nach dem Wiederaufbau den Thron.

Die Königsfamilie

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Bard

Nachdem der letzte König, Girion, 2770 D.Z. beim Angriff auf Thal durch Smaug starb, galt die Königslinie lange Zeit als erloschen. Doch Bard, direkter Nachfahre des ehemaligen Königs, nahm sein Erbe an und bestieg den Thron. Nach seinem Tod 2977 D.Z. übernahm sein Sohn Bain den Thron und nach dessen Tod Brand, sein Sohn. Während des Vierten Zeitalters herrschte Bard II. über das Königsreich am Einsamen Berg .



Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Der Hobbit: Chronik 3, Kapitel: Asche und Geister
  2. Der Hobbit: Chronik 3, Kapitel: Asche und Geister, Seite 171
  3. Der Hobbit: Chronik 3, Kapitel: Asche und Geister, Seite 179
  4. Zitat von Smaug aus: Der Hobbit: Smaugs Einöde
  5. 5,0 5,1 5,2 Der Hobbit: Chronik 3, Kapitel: Asche und Geister, Seite 172-173
  • Der Hobbit: Chronik 3 (Herausgegeben von Hobbit Presse Klett Cotta, verfasst von Daniel Falconer)

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