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Vorotemnar, die für immer binden, waren zwei Handfesseln, die von Aulë geschmiedet wurden. Die Götter hatten Aulë um diese Arbeit gebeten, denn sie wollten Melko mit großer Kraft und Gewalt entgegentreten und, wenn es möglich war, ihn zur Umkehr und besseren Taten zu veranlassen. Sie hatten aber auch unter sich vereinbart, Melko mit Gewalt und List zu unterwerfen, sollte ihr Bemühen nicht fruchten.

Neben den Vorotemnar nahmen die Götter auch die Kette Angainor und die vier Fußfesseln Ilterendi, die weder durchgefeilt noch zerhauen werden konnten. Im Gegensatz zu Angainor, die nur teilweise aus dem unzerstörbaren Material Tilkal bestand, schmiedete Aulë die Fuß- und Handfesseln zur Gänze aus diesem Material. Als nun alle Bemühungen, Melko auf den rechten Weg zurückzuführen, fehlschlugen, hätte Orome ihn am liebsten gleich erschlagen, aber die großen Götter dürfen nicht getötet werden.

So schleifte Tulkas Melko nach draußen vor die Tore seiner Festung und dort legte Aulë um Melkos Handgelenke je eine der Vorotemnar und um jeden Fußknöchel zwei Ilterendi. Als nun Tilkal mit Melko in Berührung kam, verfärbte es sich rot; und diese Bande sind seitdem nie von seinen Händen und Füßen gelöst worden.

Quellen

J. R. R. Tolkien: Das Buch der Verschollenen Geschichten, Teil 1

  • Kapitel IV: Die Einkerkerung Melkors

J. R. R. Tolkien: Das Silmarillion, Herausgeber Christopher Tolkien, Übersetzer: Wolfgang Krege

  • Quenta Silmarillion,
  • Kapitel III: Vom Erwachen der Elben und von Melkors Gefangenschaft

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